Kultur im Westen

… Bevor es in den Westen ging kamen wir aber erst mal in den Süden. Und auch hier ist die Natur die Hauptattraktion. Mit Bahn und Bus geht es also die Ostküste hinab bis nach Hengchun. Von Hengchun aus kann man dann am besten die ganze Südspitze von Taiwan erkunden.

Da wir ja inzwischen erprobte Kraftzweiradfahrer sind, hatten wir uns dafür direkt mal wieder einen Roller gemietet. Am Tage unserer Ankunft ging es dann nachmittags auch direkt nochmal los, die südwestliche Landzunge zu erkunden. Mit dem Roller sind wir die Küstenstraße entlanggebraust, haben den Wind genoßen und die Aussicht aufs Atomkraftwerk… ja genau, das Atomkraftwerk. Neben dem Badestrand sah man direkt die zwei Kuppeln herausragen und Fallout-Warnschilder zierten die Umgebung. Soweit wir das Chinesisch entziffern konnten, soll man am besten weit wegrennen, wenn es Alarm gibt…

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Auf dem Heimweg haben wir uns dann noch einen original taiwanesischen Bubbletea geholt… ihr dürft selbst raten wie er uns geschmeckt hat…

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Am nächsten Tag ging es dann etwas strukturierter und organisierter zur Sache. Zuerst fuhren wir nach Osten Richtung Kenting National Park. Frühstück gibt es an der Pingtung Manchuriam Port Drawbridge, gefolgt von einem ersten kleinen Spaziergang.

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Dann ging es mit dem Roller weiter Richtung Süden. Auf einer kleinen Aussichtsplattform machen wir Halt, um ein paar Fotos zu schießen, als plötzlich ein Wolkenbruch auf uns hernieder geht… Rollerfahren bei ströhmenden Regen… check. Nach einer kurzen Rollerfahrt konnten wir uns in eine Bushaltestelle retten. Die Zeit hatte aber ausgereicht, damit wir mal wieder vollständig durchnäßt waren.

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Aber auf den Regen folgt ja bekanntlich der Sonnenschein und so dauerte es nicht lange, bis es aufhörte zu regnen und wir unsere Fahrt fortsetzen konnten. Unser Ziel, den südlichsten Punkt Taiwans, erreichten wir dann kurze Zeit später. Wenig spektakulär stand dort am Ende der Insel eine Skulptur, die den südlichsten Punkt markiert.

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Der nächste Halt war dann beim unweit gelegenen Eluanbi Leuchtturm. Um den Leuchtturm herum ist ein schöner Park gelegen in dem es verschiedene Pavillions und Höhlen zu bestaunen gibt. Der Leuchtturm selbst ist eher etwas klein und wenig imposant.

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Weiter geht es zum Sheding Nature Park und der Kenting Forest Recreation Area. In den beiden sehr schön gepflegten Parks gab es jede Menge Natur zu bewundern. Einige Hinweisschilder deuteten allerdings darauf hin, dass man lieber darauf achten soll, was man anfasst und von wem oder was man sich stechen oder beißen lässt.

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Am Abend gönnten wir uns dann noch eine Runde Dumblings, bevor es für uns am nächsten Tag wieder mit Bus und Bahn weiter ging nach Tainan.

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Tainan zählt mit rund 1,9 Millionen Einwohnern zu den größten Städten Taiwans. Tainan wurde 1621 von den Niederländern errichtet und war dann ab 1684 bis ins 19. Jarhunder Hauptstadt Taiwans. Später unterlag dann Taiwan vollständig der japanischen Herrschaft und so können bis heute in Tainan viele erhaltene kolonialzeitliche Bauten und japanische Tempel bewundert werden.

Es war also höchste Zeit für uns die Tainan Temple Tour zu starten.

Den Anfang macht auch diesmal unser guter alter Konfuzius. Auch in Tainan gibt es einen Tempel, der die Weisheit des Gelehrten huldigt.

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Station Nr. 2: Great South Gate – ein Überbleibsel der niederländischen Kollonialzeit. Eines von vier der erhaltenen ehemaligen 14 Stadttore, die einst die Stadt umgeben haben.

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Station Nr. 3: Wufer Temple – wurde leider gerade renoviert und hat daher wenig zu bieten gehabt…

Station Nr. 4: Fahua Temple – einer der ältesten buddhistischen Tempel Tainans. Wurde vor ca. 300 Jahren erbaut.

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Station Nr. 5: Koxinga’s Shrine – Koxinga war ein Mingloyalist und einer der japanischen Eroberer Taiwans.

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Station Nr. 6: Linshui’s Temple – hierher kommen seit Generationen Frauen, um für die Sicherheit und die Gesundheit ihrer Kinder zu beten.

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Station Nr. 7: Dongyue Temple – zu diesem taoistischen Tempel kommen die Menschen, um durch Medien mit ihren Ahnen zu kommunizieren.

 

Station Nr. 8: City God Temple – ängstliche Studenten beten hier unter Anderem für das Bestehen ihrer nächsten Prüfung…

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Station Nr. 9: Altar of Heaven

 

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Station Nr. 10: Official God of War Temple – der äteste und wohl beeindruckenste Tempel in Taiwan. Guandi, einem Han-Dynastie General, bewidmet. Er war auch bekannt als der God of War. Er ist der Patron der Kämpfer und derer, die nach dem Kodex der Ehre leben.

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Station Nr. 11: Chihkan Towers – ein von den Holländern angelegtes Fort… das Eintritt gekostet hätte…

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Station Nr. 12: Grand Matsu Temple – einst der Palast von Ning Jin, dem letzten König der Ming Dynastie. Seit letzter Wille war, dass sein Palast in einen Matsu Tempel umgewandelt wird.

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Natur im Osten

Als wir nach der sehr entspannten Zugreise nachmittags in Hualien angekommen waren, wurden wir sehr freundlich in unserem Hotel begrüßt. Der anwesende Teil des Vermieterduos „Max“ konnte zwar nur Chinesisch, aber dank technologischer Hilfe konnten wir uns schon einigermaßen verständigen. Der englischsprechende Teil names Go-Go traf kurze Zeit später ein. Von ihm bekamen wir erst unser Zimmer gezeigt (YEAH! Großes Zimmer und riesiges Bad mit Zwei-Personen-Badewanne!) und dann die nähere Umgebung des Hotels. Zusammen sind wir also durch das Viertel gelaufen und er hat uns erzählt, was wo liegt, wo man gut Essen gehen kann und welches Bier das beste ist.

Nach der kleinen Führung und einige Fragen später sind Danni und ich dann nochmal zum Nachtmarkt losgezogen… der von der Aufmachung mehr an eine Kirmes erinnert. Die Taiwanesen scheinen echt auf Spielchen wie Dosenwerfen, Ballons schießen, etc. zu stehen.

Achja, … sollte ihr mal in Taiwan sein und es gibt Tee mit „Fig Jelly“ zu trinken… tut es einfach nicht…

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Taipeh… im Regen

Mit dem Flugzeug ging es mit von Phnom Penh aus weiter nach Taipeh. Mal wieder mit Air Asia… mal wieder über Kuala Lumpur… so langsam kennen wir den Flughafen. Wir haben dort gemütliche sechs Stunden beim Burger King verbracht und sind dann spät Nachts in Taipeh gelandet.

Da die MRT (die U-Bahn) nur bis 24 Uhr fährt mussten wir uns beeilen aus dem Flughafen zu kommen. Also schnell zum Einreiseschalter geeilt, wo wir uns fix unseren Stempel abgeholt haben und dann im Sauseschritt zur Gepäckausgabe. Mit dem Gepäck ging es dann zum Ausgang. 20m bevor wir die rettenden Ausgangstüren erreichten, wurden wir ‚verdachtsunabhängig‘ von dem sympatischen taiwanesischen Zollangestellten zur Gepäckkontrolle gebeten… als Einzige… als einzige Weiße unter hunderten Asiaten…

Um kurz nach 24 Uhr wurden wir dann lächelnd gehen gelassen… Dankeschön Taiwan-Zoll für die 30€ Taxifahrt in die Innenstadt…

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Auf den Spuren der Roten Khmer

Unser dritter und auch schon letzter Stop in Kambodscha war in der heutigen Hauptstadt Phnom Penh. Nachdem Angkor 1431 von den Thai erobert wurde, wurde die Hauptstadt von dort wegverlegt und landete nach ein paar kleinen Zwischenschritten in Phnom Penh. Heute ist Phnom Penh mit 1,5 Millionen Einwohnern auch die bevölkerungsreichste Stadt des Landes.

Nachdem wir in den letzen Wochen sehr viele und vor allem sehr lange Bustouren hinter uns hatte und uns gelinde gesagt so langsam der Ar*** doch recht weh tat, haben wir uns am ersten Tag daran gemacht, die Stadt etwas zu Fuß zu erkunden… der einzige Nachteil den man hat, wenn man zu Fuß unterwegs ist ist, dass man ständig gefragt wird, ob man ein Tuk-Tuk haben möchte. Laufende Weiße passen hier einfach nicht ins Stadtbild…

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Lost Stick

Von Siem Reap aus, neben Phnom Penh wohl die bekannste Stadt Kambodschas ist, ging es weiter nach Battambang, die Stadt die fast keiner kennt, die aber die zweitgrößte Kambodschas ist…

Battambang war einst bei den Franzosen hoch im Kurs und so gibt es noch ein paar Sehenswürdigkeiten, die auf den Baustil der Kolonialzeit zurückzuführen sind… Leider ist deren Zahl aber nur noch sehr gering, da die meisten Bauwerke die Zeit des zweiten Indochinakrieges und der Roten Khmer nicht überstanden haben.

Zuerst aber haben wir uns der kulturellen Abendgestaltung gewidmet, bevor es am nächsten Tag zu einer Rundfahrt mit dem Tuk-Tuk gehen sollte.

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Angkor

Nachdem wir Sarah bei ströhmenden Regen in Pakse verabschiedet hatten, haben wir auch noch eine finale Nacht in Laos verbracht. Am nächsten Morgen wurden wir schön früh… wie sollte es sonst auch sein, die Asiaten stehen ja nicht auf Ausschlafen… von einem Minivan abgeholt.

Danni und ich hatten über ein kambodschanisches Unternehmen online (sehr fortschrittlich) eine Bustour von Pakse nach Siem Reap gebucht. Dies sollte die erste Überland-Grenzüberquerung auf unserer Reise werden! Der Minivan kam pünktlich und wir hatten sogar in dem kleinen Gefährt Platznummern und reservierte Sitze. Also der Fahrer jedoch sah, wie ich gequält und zusammengefaltet in der zweiten Reihe saß, durften wir beide uns in die erste Reihe setzen, wo deutlich mehr Beinfreiheit war… Die Kambodschaner, die eigentlich die Sitzplatzreservierung hatten, mussten dann in die zweite Reihe… schien aber keinen gestört zu haben.

An der Grenze mussten wir dann erst mal aus Laos ausreisen. Dazu muss man ein Din A4 Blatt mit allen möglichen persönlichen Daten ausfüllen (die gleichen wie auch schon beim Einreisen) und dann ging es zum Ausreisestempel… wo der freundliche Grenzbeamte 2$ für den Stempel verlangte. Ja, die Grenze ist bekanntermaßen korrupt und so zahlt man seine 2$ und geht dann zu Fuß durchs Niemalsland bis zur kambodschanischen Seite. Hier füllt man brav wieder einen Papierbogen mit den gleichen perönlichen Daten aus und bekommt dann sein Visum für 35$. Drei Schalter weiter darf man sich dann den Einreisestempel abholen, gegen eine Gebühr von 2$… ja, auch diese Seite der Grenze ist korrupt. Also auch hier einfach gezahlt und dann ging es mit dem Minivan weiter. In einer namenlosen (ok, ich weiß den Namen nicht mehr) kleinen Stadt wurde dann der Van getauscht und mit diesem fuhren wir bis Siem Reap, wo wir am Abend gut ankamen.

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Von Pakse zu den 4000 Inseln

Nachdem wir alle den Dschungel unbeschadet überstanden hatten ging es für uns aus dem Norden von Laos ganz nach unten in den Süden bis kurz vor die kambodschanische Grenze nach Pakse.

Eine solche Busfahrt dauerte dann gerne auch mal 17 Stunden und mit zunehmenden Schmerzen am Gesäß und wiederholtem Sekundenschlaf des jungen Busfahrers, sehnte man sich immer mehr dem Ziel entgegen. Vor Ort klappte dann Gott sei Dank trotz später Stunde alles reibungslos und so wurden wir von einem Tuk-Tuk ins Hotel gebracht, wo wir mitten in der Nacht einchecken konnten… weil der Rezeptionist auf einer Liege in der Eingangshalle schlief.

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Nam Et – Phou Louey National Protected Area

Von Phonsavan aus wollten wir weiter zur Nam Et – Phou Louey National Protected Area (im folgenden Text als Dschungel bezeichnet), um dort eine 24 Stunden Overnight Dschungel Safari zu machen. Dies sollte sich aber als deutlich schwerer als erwartet herausstellen. Denn obwohl Phonsavan die nächst größere Stadt am Dschungel ist, gibt es keinen Travel Agent, der den Dschungel Safari Anbieter kennt, geschweige denn einen Bus, der dort hin fährt.

Es kostete uns also alle Nerven und etwa 5 Telefonate mit dem Touranbieter, bis wir von einer Travelagency aus einen Bus gebucht hatten, der uns irgendwo im Nirgendwo an einer Kreuzung raus lässt und wir von dort aus vom einzigen Truck-Besitzer im Dschungeldorf eingesammelt werden. (Und das ist schon die stark verkürzte Fassung, denn in Wirklichkeit gibt es noch ein paar Akte mehr, aber die erzählen wir, wenn wir wieder da sind und sich unsere Aggressionen gelegt haben :))

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Hörensagen

Von Luang Prabang aus ging es weiter mit dem Bus nach Phonsavan, der Hauptstadt der Region Xieng Khouang. Eine Busfahrt in Laos bedeutet immmer gleich einen ganzen Tag unterwegs zu sein und um eine Randerfahrung reicher. Daher decken wir darüber lieber den Mantel des Schweigens und versuchen einfach zu vergessen 🙂

In Phonsavan angekommen hatten wir dann richtiges Glück mit unserem Guesthouse. David, der Besitzer, ein mit einer Laotin verheirateter Belgier, holte uns an der Bustation ab und brachte uns zu unserer etwas absseits gelegen Unterkunft. Später brachte er uns dann zum Abendessen wieder in die Innenstadt und bemühte sich alles zu unserer Zufriedenheit zu gestalten.

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Luang Prabang

Nächster Halt: Luang Prabang! Wie nicht anders zu erwarten, war mal wieder der Bus das Mittel der Wahl zur Fortbewegung… eine andere Möglichkeit gibt es auch nicht, es sei denn man ist reich genug für einen privaten Fahrer. Ein Eisenbahn-Netz sucht man in Laos vergeblich.

Danni und Sarah hatten sich dazu entschlossen mitten in der Nacht aufzustehen um bei Sonnenaufgang der Mönchsfütterung beizuwohnen. Da ich mal ein wenig ausschlafen wolte und ich schon die letzte Mönchsfütterung entwürdigend fand, zogen die beiden alleine los.

Die Mönche ziehen durch die Straßen von Luang Prabang und empfangen Gaben von den Gläubigen am Straßenrand.

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