Nächster Halt: Luang Prabang! Wie nicht anders zu erwarten, war mal wieder der Bus das Mittel der Wahl zur Fortbewegung… eine andere Möglichkeit gibt es auch nicht, es sei denn man ist reich genug für einen privaten Fahrer. Ein Eisenbahn-Netz sucht man in Laos vergeblich.
Danni und Sarah hatten sich dazu entschlossen mitten in der Nacht aufzustehen um bei Sonnenaufgang der Mönchsfütterung beizuwohnen. Da ich mal ein wenig ausschlafen wolte und ich schon die letzte Mönchsfütterung entwürdigend fand, zogen die beiden alleine los.
Die Mönche ziehen durch die Straßen von Luang Prabang und empfangen Gaben von den Gläubigen am Straßenrand.
Unsere erste gemeinsame Aktivität war dann der Besuch des Wat Xieng Thong Klosters. Auf dem Weg dorthin fanden wir noch einige mehr oder minder beeidruckende Tempel in den Straßen der Stadt. Wat Xieng Thong ist eine Klosteranlage mit einigen beeindruckenden Tempeln, die mit vielen Mosaiken verziert sind. Eines der größten Mosaike ist der Baum des Lebens, der sich auf der Rückseite des Haupttempels befindet.
Nach einem kurzen Mittagssnack ging es dann weiter zum eigentlichen Hauptpunkt des Tages, dem Royal Palace Museum. Der ehemalige königliche Palast wurde 1904 erbaut und war die Residenz von König Sisavang Vong.
Da so ein königlicher Palast aber natürlich nicht alleine in der Gegend rumsteht, bestaunten wir zuerst den angrenzenden Tempel.
Da wir uns schon fast zu lange an dem Tempel aufgehalten haben, schaffen wir es nur noch sehr knapp in das Palastpmuseum herein. Hinter uns werden direkt die Türen geschlossen. Leider ist im Inneren das Fotographieren mal wieder strengstens verboten… Das Museum beinhaltet neben einem prunkvollen Thron(-raum) vor allem die Privatgemächer der Königsfamilie. Angeblich sollen sie genau so verblieben sein, wie sie der König hinterließ … ich sags mal vorsichtig so… diese innendekorative Meisterleistung hätte ich wohl auch noch vollbracht. Zwei Bilder, zwei Urnen, ein Bett und fertig ist das Königsgemach.
In Luang Prabang soll der Sonnenuntergang vom That Phu Si Tempel aus am schönsten zu betrachten sein… diese Information hatte wohl auch der ein oder andere Tourist neben uns. 200 Stufen ging es einen kleinen Berg hinauf, auf dessen Spitze eine kleine Pagode und ein Gebetsraum errichtet sind. Auf der Rückseite des Berges befindet sich neben unzähligen Buddha-Statuen auch der Fußabdruck Buddhas… ein etwa 1,5m langer Fußartig aussehender Abdruck im Stein.
Je mehr sich die Sonne dem Horizont nähert, desto mehr Touristen nähern sich uns an unserem Aussichtspunkt, bis letztendlich alles vollgestopft ist.
Den nächsten Tag gehen wir es etwas ruhiger an und lassen uns von einem Minivan zum nahegelegenen Tat Kuang Si Wasserfall bringen. Etwas überraschend fanden wir am Eingang zum Wasserfall eine Bärensanctuary. Gut gelaunt tummelten sich einige Bären in ihren Hängematten, schliefen im Schatten oder spielten herum.
Von da aus ging den Flusslauf folgend den Berg hinauf. Kurze Zeit später stießen wir auf die ersten Becken des stufenförmigen Wasserfalls. Als wir am Fusse des Hauptwasserfalls ankamen, kam ein Teil der Gruppe auf die Schnapsidee noch bis ganz hoch zum Wasserfall zu laufen. Also begannen wir vorsichtig mit dem Anstieg und nach nach verschwand der Weg und wir schlugen uns in Flip-Flops einen immer steiler werdenden Hang hinauf… bei gefühlten 40°C. Leider wurden wir am Ende dann noch nicht einmal wirklich für diese Mühen belohnt und der Ausblick hielt sich in Grenzen…
Nichts desto Trotz ist der Wasserfall super schön und absolut einen Besuch wert… besonders am Morgen, wenn noch nicht so viele Touristen da sind.