Wie schon angekündigt, konnte es von nun an nur noch aufwärts gehen, und so schlugen wir vom Slope Point aus Richtung Nordwesten ein. Über Invercargill und Te Anau ging es auf den State Highway 94, die 100km Sackgasse hoch zum Milford Sound. Der Tag war für uns vom Wetter her gesehen der bisherige Tiefpunkt der Reise, denn es schüttete den ganzen Tag wie aus Kübeln, so dass wir uns kaum trauten das Auto zu verlassen.
Archiv für den Monat: Februar 2017
Die Ostküste hinab
Am nächsten Tag ging es dann dem Plan folgend weiter die Ostküste der Südinsel hinab. Unser erstes Ziel am war der Royal Albatross Centre in der Nähe von Duniden. Hier kann man, wenn man etwas Glück hat… oder 60$ Eintritt bezahlt, frei lebende Albatrosse bestaunen.
Da wir aber weder 60$ p. P. noch Glück haben zogen wir nach einiger Zeit wieder von dannen, nachdem uns wenigstens ersatzweise ein paar Seelöwen am Ufer bespaßt hatten.
Steampunks Crossing
Da unsere liebe Snow White am Ende unserer Neuseelandreise gerne nach Auckland möchte und wir ihr diese Bitte natürlich nicht ausschlagen können, haben wir uns dazu entschlossen, die Südinsel im Uhrzeigersinn zu erkunden. Das bedeutet also, dass wir von Christchurch aus in Richtung Süden an der Ostküste entlang fahren geradewegs auf Duniden zu.
Da wir unterwegs eigentlich ein paar Pinguine bestaunen wollten, führte uns unser Weg zuerst nach Oamaru, wo eine Blaupinguin Kolonie direkt am Strand liegt. Blaupinguine sind die kleinsten Pinguine der Welt mit nur 1Kg Körpergewicht. Wie der inzwischen gebildete Weltreisende weiß, waren wir natürlich tagsüber viel zu früh da, denn Pinguine kommen erst am Abend wieder aus dem Wasser zurück in ihre Schlafstetten.
Ab in den Süden
Die restliche Zeit auf der Nordinsel verbrachten wir nicht sonderlich ereignisreich. Den Tag nach dem Abschied an der Ostküste verbrachten wir in Thames und haben uns dort den Super Bowl angeschaut …. Wow, was für ein Spiel! Und zum ersten Mal musste ich den Super Bowl nicht nachts total übermüdet sehen, sondern konnte ihn tagsüber bei einem lokalen Bier genießen.
Den Rest des Tages haben wir dazu genutzt wieder bis fast nach Auckland zurück zu fahren, um dort am Tag darauf von Auckland nach Christchurch zu fliegen… mal wieder mit Jetstar, yeah.
Cathedral Cove und heiße Hände
Bei unserer nächsten Station meinte es das Wetter schon wieder besser mit uns. Bei strahlendem Sonnenschein und schön schwitzend machten wir uns auf dem Weg zu der Cathedral Cove. Auch hier war die Wahl eines Wochenendtages wohl eher unglücklich. Als wir dort ankamen mussten wir erst mal feststellen, dass der Parkplatz komplett belegt war und wir wieder vom Berg runter in die Stadt fahren musste um dort zu parken, um anschließen wieder schweißtreibend zum Parkplatz hoch zu marschieren… nur um anschließend auf der anderen Seite wieder zu der Cathedral Cove herab zu wandern.
Am Strand
Ich sah dich vorübergehen
Und bevor ich etwas sagen konnte
Wurdest du vor meinen Augen vom Lastwagen überfahrn
Das hat bestimmt sehr wehgetan
Ich schick dir einen Blumenstrauß
Du liegst im Krankenhaus
Ich lieg am Strand
Mit einem eiskalten Getränk in meiner Hand
Ich hab ’ne Sonnenbrille auf, weil ich sie brauch
Die Sonne scheint mir auf den Bauch
So geht’s doch auch
Stony Bay
Der nächste Tag führte uns langsam ganz in den Norden der Coromandel Peninsula, zum Stony Bay. Auf Empfehlung von Usch hin haben wir ca 30 Km Gravel Road auf uns und Betty genommen (seid dem quitscht sie auch hin und wieder) und sind gemächlich dort hin gepoltert.
Roadtrip nach Coromandel
Nach unserer erschöpfenden Wüstenwanderung am Vortag, haben wir uns entschlossen erstmal einen Roadtrip Tag einzulegen und von Mangonui aus in den Süden zu fahren bis Kaiaua. Damit hatten wir direkt an einem Tag den Großteil der Strecke bis Coromandel zurückgelegt.
Betty beginnt von Tag zu Tag (gefühlt) mehr zu klappern, und wir hoffen, dass sie nicht vor dem 7. auseinander fällt, denn da werden wir sie zurückgeben und auf die Südinsel wechseln. Inzwischen hat auch schon die Warnleuchte „Check Brake Pads“ angefangen zu leuchten, aber wir sind optimistisch, dass sie uns die restlichen Tag weiterhin tapfer zur Seite steht.
Es ist eine F***ing Wüste
Da es schon relativ spät war, haben wir die Nacht am Cape Reinga verbracht. Zum ersten mal auf einem kostenpflichtigen Campingplatz (eine andere Möglichkeit hat es leider nicht gegeben).
In unserem Reiseführere stand etwas von einer schönen Rundtour am Cape Reinga. Über Schafswiesen und durch Waldgebiete sollte dieser familientaugliche Rundweg zum Twilight Beach führen. Die Rede war von kleineren Passagen in Sanddünen…
Cape Reinga und das Ende der Welt
Am nächsten Tag erreichten wir nach einer inzwischen schon recht langen Fahrt die Spitze Neuseelands. Hier ganz im Norden treffen die Tasmanische See und der Pazifische Ozean in ihrer vollen Macht aufeinander. Die Wellen des Pazifik kommen von rechts und prallen tosend auf die Wellen der Tasmanischen See. Hier fällt es einem schnell leicht, sich klein und unbedeutend zu fühlen.
Für die Maori ist dies ein heiler Ort, denn in ihrer Kultur glaubt man, dass hier die Verstorbenen in das Reich der Vorfahren übergehen.