Alle Beiträge von Tobias Bönning

Ab ins Warme

Am frühen Abend landete unser Flugzeug am Flughafen Aeropuerto Internacional Ministro Pistarini de Ezeiza in Buenos Aires. Die Hauptstadt des Landes ist mit Abstand auch die größte Stadt des Landes und es leben hier knapp 13 Millionen Einwohner. Inklusive des Speckmantels leben etwa ein drittel der Staatsbevölerung in und um dem Gebiet der Metropole.

Vom Flughafen aus ging es mit dem Taxi dann direkt zu unserer AirBnB Unterkunft im Herzen von San Martin, einem der Touristenviertel in Buenos Aires (…benannt nach dem argentinischen Unabhängigkeitskämpfer und nicht nach dem Mantelschnippler).

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Am Ende der Welt

Wieder mal hatten wir einen ganzen Tag im Bus verbracht… zum letzten Mal in diesem Jahr. Morgens um 8 Uhr fuhren wir in Punta Arenas mit „Bus Sur“ los. Über uns bereits bekannte Straßen ging es nordöstlich an den Ufern der Magellanstraße entlang. Bei Punta Delgada setzten wir dann mit der Fähre nach Cruze Bahia Azul auf Feuerland über. Dort ging es dann noch einige hundert Kilometer südwärts bis zum Ende der Welt, Ushuaia.

Bei San Sebastian wechselten wir während der Fahrt zum letzten Mal die Grenze von Chile nach Argentinien… der wahrscheinlich letzte Länderstempel in unserem Pass für dieses Jahr.

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Punta Arenas

Für die nächsten drei Tage sollte Punta Arenas wieder unsere Basisstation darstellen. Von hier aus hatten wir Ausflüge in nahegelegene Nationalparks geplant. Das erste Zeil war der Leuchtturm San Isidro. Eigentlich hatten wir vor, morgens direkt nach dem Aufstehen loszufahren. Allerdings wollten wir vorher noch Wäsche waschen. Wir versuchten daher noch den Wäscheservice der Unterkunft in Anspruch zu nehmen, was sich aber als schwieriger herausstellte als gedacht.

Zwei Stunden später brachen wir dann also zur Mittagsstunde langsam auf und fuhren zum Leuchtturm… genauer gesagt bis ca. 5km davor. Denn dort endete plötzlich die Straße und der einzige Weg zum Leuchtturm führte über den Strand.

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Pitsch Patsch Pinguin

Nach einem etwas längerem Fahrtag kamen wir schließlich am Nachmittag in Rio Gallegos an. Das diese Stadt nicht auf den großen Touristenansturm ausgelegt war, sahen wir sofort. Das ganze Stadtbild machte einen etwas schäbigen Eindruck und vielerorts lag Müll auf den Straßen herum. Alte verrostete Autokarossen an den Straßenrändern waren fast so heufig wie leere Bierflaschen…

…wir fühlten uns also gleich heimisch 😀 … begleitet vom stark pfeifenden Wind nutzen wir den Rest des Fahrtages, um von unserer Unterkunft zu einem Cafe mit WiFi zu laufen, dort zu bloggen und uns dann noch die „Uferpromenade“ anzusehen… was bei dem Wind schwerer war, als es klingt. Auf dem Rückweg besorgten wir uns dann noch Wein und Pizza und machten uns einen gemütlichen Abend im Bett.

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Das Wanderparadies

El Chaltén war ein kleines Dörfchen direkt in den Bergen fernab jeglicher Zivilisation. Auch dies war wieder ein Ort, in dem es nichts gab außer Hotels, Souveniers und Restaurants… und extrem teure Supermärkte mit kaum Sortiment. Aber wir waren ja nicht zum Einkaufen gekommen, sondern zum Wandern und dazu ist El Chaltén genau der richtige Ort.

Für unseren ersten vollen Tag in El Chaltén hatten wir uns eine Wanderung zur Laguna Torre ausgesucht. Sportlich ging es knapp 20km durch den Parque Nacional los Glacieres zu der Laguna Torre. Von ihrem Ufer aus hatten wir einen tollen Blick auf den Torre Mountain und auf den Glaciar Grande. Der Weg gestaltete sich als abwechslungsreich über Berge und durch Täler. Viele Anden-Orchideen säumten den Weg und hin und wieder hatten wir Aussicht auf den Rio Fitz Roy.

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Perito Moreno Gletscher

El Calafate könnte man wohl am besten mit dem Wort ‚Touri-Ort‘ beschreiben. Souvenierläden im Alpenlook zierten die Hauptstraße und überall konnte man überteuerte Artikel kaufen. Selbst das Wasser kostete hier doppelt so viel wie woanders. An diesem Ort bleibt man nur aus einem einzigen Grund, man möchte zum Perito Moreno Gletscher… und so war aus auch bei uns.

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Torres del Paine

Von Calama aus flogen wir nach Punta Arenas, ganz im Süden von Chile. Durch einen längeren Zwischenstop in Santiago de Chile kamen wir erst später am Abend an. Am Flughafen wurden wir dann direkt vom Sohn unseres Hosts abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht. Als wir den Flughafen verließen, traf uns erst mal kurz der Temperaturschock. Nachdem wir tage-, wochen-, monatelang heißes Wetter und Sonnenschein hatten, standen wir nun bei etwa 10°C im Nieselregen… Zum Glück fanden wir weit unten in unseren Rucksäcken auch lange Hosen und Daunenjacken.

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Es geht immer noch heißer und trockener…

Von der Salzwüste aus ging es für uns über die Geröllwüste direkt weiter in die Sand und Gesteinswüste Atacama. Genauer gesagt wir waren in San Pedro de Atacama gelandet und es erschlich uns das Gefühl, wieder mal am Ende der Welt gelandet zu sein…Dieses Mal am trockensten Ende der Welt… In dieser kleinen Stadt in der Wüste gab es nichts außer Hotels, Restaurants und Reiseagenturen, umgeben von Sand und Staub.

Da unser Ankunftstag schon sehr fortgeschritten war, machten wir nicht mehr viel, außer Pizza essen zu gehen (die gibt’s echt überall in Südamerika) und uns bei der Partneragentur von der Agentur, mit der wir in der Uyuni-Wüste waren, zwei Touren für den nächsten Tag zu buchen.

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Salty Six im Einsatz (viele Bilder)

Uyuni selbst war ein kleines, staubiges und leicht heruntergekommenes Dorf mitten im Nirgendwo. Der einzige Grund als Tourist an diesen verlassenen Ort zu reisen, ist die Salar de Uyuni, die größte Salzwüste der Welt. Die Wüste ist über 10.000km² groß und die Salzkruste ist bis zu 30m dick und kann problemlos befahren werden. Zugleich befindet sich in der Salar de Uyuni eines der größten Lithium-Vorkommen der Welt. Das Lithium führt auch dazu, dass sowohl GPS als auch ein Kompass massiv gestört werden können und man daher am besten mit einem Guide durch die Wüste fährt, wenn man sich nicht verfahren möchte…

Wollten wir nicht… und so startete unsere geführte Dreitages-Tour am nächsten Morgen. Mit unserer Gruppe hatten wir dieses Mal totales Glück. Mit uns reisten in unserem Jeep noch zwei Mädels aus Neuseeland, Emma und Serena und ein kroatisch-italienisches Pärchen aus Holland, Jelena und Alessandro. Da es günstiger war, hatten alle die Tour auf spanisch gebucht, obwohl nur Alessandro wirklich gut spanisch konnte, alle anderen sprachen nur Englisch… unser Fahrer konnte dafür kein Englisch und sprach nur Spanisch…

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