Die Westküste hinauf

Wie schon angekündigt, konnte es von nun an nur noch aufwärts gehen, und so schlugen wir vom Slope Point aus Richtung Nordwesten ein. Über Invercargill und Te Anau ging es auf den State Highway 94, die 100km Sackgasse hoch zum Milford Sound. Der Tag war für uns vom Wetter her gesehen der bisherige Tiefpunkt der Reise, denn es schüttete den ganzen Tag wie aus Kübeln, so dass wir uns kaum trauten das Auto zu verlassen.

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Für den nächsten Tag hatten wir uns eine Bootstour durch den Milford Sound gebucht und so fieberten wir dem nächsten Morgen entgegen. Der Milford Sound gehört zum UNESCO Weltnaturerbe und ist einer der längsten Fjorde Neuseelands. Charakteristisch für ihn ist der bis zur Wassergrenze reichende Regenwald und die unzähligen Wasserfälle, die teilweise dauerhaft fließen, und teilweise durch die starken Regenfälle entstehen… und von denen gibt es dort reichlich, wie wir feststellen durften.

Auf unserer Tour durch den Fjord hatten wir das zweifelhafte Glück wechselhaften Wetters. Der Milford Sound ist so etwas wie der geographische April Neuseelands. Während man sich nach der Sonnencreme bückt, bekommt man den Rücken voll geregnet. Allerdings berichtete der Tourguide, dass sie nun zum ersten Mal seit 26 Tagen wieder die Sonne sehen… wir hatten also Glück!

Für uns war es ein sehr schönes, aber auch kaltes Erlebnis und so waren wir froh, auch Daunenjacken und lange Unterwäsche dabei zu haben.

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Eigentlich wollten wir an dem Tag noch einen Track durch den Sound machen, aber das anhaltend schlechte Wetter und die starken Regenfälle der letzten Tage machten die Tracks glitschig und schwer begehbar. Schweren Herzens haben wir uns also dazu entschlossen, die Tour sausen zu lassen und statt dessen dem Mirror Lake einen Besuch abzustatten. Der Name ist hier Programm, allerdings ist der spiegelnde Effekt sicherlich an schönen Tagen auch besser zu erkennen 🙂

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Weiter ging es zurück aus dem Fjord und ohne Stop durch die Action und Backpacker Hochburgen Queenstown und Wanaka zur Westküste oberhalb des Fjordlands. Mit wieder besserem Wetter im Gepäck machten wir uns auf eine kleine Tour um den Diamond Lake und hinauf zur Spitze des Rocky Mountain. Von hier aus hatte man eine wunderbare Sicht auf den Lake Wanaka.

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Zurück am Auto ging es direkt weiter zur nächsten Attraktion, den Blue Pools. Es mag jetzt wenig überraschend kommen, aber die Blue Pools sind berühmt für ihre starke blaue Färbung… Unserem Halbwissen nach zur Folge, kommt die blaue Färbung dadurch zu Stande, dass Mineralien das rote Licht aus dem Wasser herausfiltern, und so nur noch Blau und Grün übrig bleiben. Somit erscheint das Wasser türkisblau.

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Weiter die Westküste hinauf, hieß es für uns am nächsten Tag: ab in die Eiszeit. Einen weiten Teil die Westküste hinauf erstreckt sich die Gletscher Region rund um die beide bekannten Gletscher Fox Glacier und Franz Josef Glacier. Da Danni bei ihrem ersten Neuseelandbesuch bereits auf dem Franz Josef Glacier herumgekraxelt ist, entschlossen wir uns diesmal den Fox Glacier einen Besuch abzustatten. Wir begannen also den Tag mit einem kurzen Track zu einer Aussichtsplatform, um sich das Ziel der Begierde erst mal aus der Entfernung anzusehen.

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Anschließend ging es dann auf einen weiteren kurzen Track zur Spitze der Gletscherzunge.

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Um nicht zu viel verschnaufen zu können, suchten wir uns als dritten Track des Tages einen Rundwalk um den Lake Matheson heraus. Von hier aus erhielt man einen schönen Blick auf den See und auch auf den höchsten Berg Neuseelands, Mt. Cook.

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Der letzte Stop dieses Tages führte uns zu den Pancake Rocks (ich nenne sie auch gerne die Prinz Regent Felsen). Die Pancake Rocks sind Kalkstein-Felsen an der Küste, die durch die Auswaschungen des Ozeans aussehen wie… wer hätte es gedacht… übereinander gestapelte Pfannkuchen. Neben den fazinierend aussehenden Felsen entstehen so auch sogenannte Blowholes, durch die beim eintreten der Flut Wasser nach oben geschossen wird.

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Gegen 22:30 Uhr und nach einem langen Tag haben wir dann des abends erreicht, was unsere Heimat für die nächsten vier Tage werden sollte: das wundervolle Anwesen von Heide und Ian. Ian ist der Mann von Heide. Heide ist die Schwester von Hannes. Hannes ist ……

2 Gedanken zu „Die Westküste hinauf“

  1. Wow, das habt Ihr aber ganzschön schnell durchgepeitscht alles! Milford hat bei uns damals auch geschüttet wie aus Eimern – so wie 98% des Jahres ;D

    Dafür hattet Ihr ja echtes Traumwetter am Gletscher – klasse!

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