Bei unserer nächsten Station meinte es das Wetter schon wieder besser mit uns. Bei strahlendem Sonnenschein und schön schwitzend machten wir uns auf dem Weg zu der Cathedral Cove. Auch hier war die Wahl eines Wochenendtages wohl eher unglücklich. Als wir dort ankamen mussten wir erst mal feststellen, dass der Parkplatz komplett belegt war und wir wieder vom Berg runter in die Stadt fahren musste um dort zu parken, um anschließen wieder schweißtreibend zum Parkplatz hoch zu marschieren… nur um anschließend auf der anderen Seite wieder zu der Cathedral Cove herab zu wandern.
Am Strand
Ich sah dich vorübergehen
Und bevor ich etwas sagen konnte
Wurdest du vor meinen Augen vom Lastwagen überfahrn
Das hat bestimmt sehr wehgetan
Ich schick dir einen Blumenstrauß
Du liegst im Krankenhaus
Ich lieg am Strand
Mit einem eiskalten Getränk in meiner Hand
Ich hab ’ne Sonnenbrille auf, weil ich sie brauch
Die Sonne scheint mir auf den Bauch
So geht’s doch auch
Stony Bay
Der nächste Tag führte uns langsam ganz in den Norden der Coromandel Peninsula, zum Stony Bay. Auf Empfehlung von Usch hin haben wir ca 30 Km Gravel Road auf uns und Betty genommen (seid dem quitscht sie auch hin und wieder) und sind gemächlich dort hin gepoltert.
Roadtrip nach Coromandel
Nach unserer erschöpfenden Wüstenwanderung am Vortag, haben wir uns entschlossen erstmal einen Roadtrip Tag einzulegen und von Mangonui aus in den Süden zu fahren bis Kaiaua. Damit hatten wir direkt an einem Tag den Großteil der Strecke bis Coromandel zurückgelegt.
Betty beginnt von Tag zu Tag (gefühlt) mehr zu klappern, und wir hoffen, dass sie nicht vor dem 7. auseinander fällt, denn da werden wir sie zurückgeben und auf die Südinsel wechseln. Inzwischen hat auch schon die Warnleuchte „Check Brake Pads“ angefangen zu leuchten, aber wir sind optimistisch, dass sie uns die restlichen Tag weiterhin tapfer zur Seite steht.
Es ist eine F***ing Wüste
Da es schon relativ spät war, haben wir die Nacht am Cape Reinga verbracht. Zum ersten mal auf einem kostenpflichtigen Campingplatz (eine andere Möglichkeit hat es leider nicht gegeben).
In unserem Reiseführere stand etwas von einer schönen Rundtour am Cape Reinga. Über Schafswiesen und durch Waldgebiete sollte dieser familientaugliche Rundweg zum Twilight Beach führen. Die Rede war von kleineren Passagen in Sanddünen…
Cape Reinga und das Ende der Welt
Am nächsten Tag erreichten wir nach einer inzwischen schon recht langen Fahrt die Spitze Neuseelands. Hier ganz im Norden treffen die Tasmanische See und der Pazifische Ozean in ihrer vollen Macht aufeinander. Die Wellen des Pazifik kommen von rechts und prallen tosend auf die Wellen der Tasmanischen See. Hier fällt es einem schnell leicht, sich klein und unbedeutend zu fühlen.
Für die Maori ist dies ein heiler Ort, denn in ihrer Kultur glaubt man, dass hier die Verstorbenen in das Reich der Vorfahren übergehen.
Eine neue Reise beginnt
Angekommen in Neuseeland, machten wir uns direkt auf den Weg, unsere neue Begleiterin abzuholen. Sie ist schon etwas älter und etwas klapperig, hat aber einen versteckten Doscht, der so manch Jung-Student vor Neid erblassen lassen würde. Zu unseren Glück ist ihr Geschmack auch sehr erlesen und so trinkt sie nur das feinste Unleaded (Benzin), dass hier mit 1,8 – 2,0$ zu Buche schlägt. Damit ist das Stöffchen etwa 70 – 80 Cent teurer als Diesel.
Es ist so niedlich… jetzt auch bewegend :)
Nach ein bisschen Gestöber, bzw. Ausprobiererei bin ich auf die Möglichkeit gestoßen, euch hier auch ein paar Videos zu den Wombats und den Tasmanischen Teufel zu zeigen.
Enjoy:
Das Ende Tasmaniens
Unsere letzte Zeit auf Tasmanien haben wir damit verbracht den Leuchtturm von Low Head und dessen Umfeld zu besuchen.
Es ist so niedlich!
Nach der Enttäuschung des vergangenen Tages, trotz der Ankündigungen kein einziges Wombat oder Teufelchen gesehen zu haben, entschlossen wir uns in das 150km entfernte Mole Creek zu fahren und dort eine Wildlife Sanctuary zu besuchen.
Hier werden Tiere, die in Not geraten sind aufgefangen und aufgepeppelt. Sofern möglich werden sie dann anschließend wieder ausgewildert.
Zusätzlich gibt is in der Sanctuary eine große Quarantäne-Aufzucht-Station für Tasmanische Teufel, denn leider befällt eine Art Krebs die Tasmanischen Teufel seit Mitte der 90er Jahre und hat den Bestand stark reduziert.
