Während wir auf der Südinsel in Neuseeland in unserem Van so vor uns hin froren, kam uns die spontane Idee, doch erstmal nach Bali ins Warme zu fliegen. Wir haben also nicht lange herumüberlegt und den Flug von Auckland nach Denpasar auf Bali gebucht.
Temperaturmäßig sind wir damit vielleicht etwas über das Ziel hinaus geschossen, denn bei den gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit und der erbarmungslosen Sonne kommt man sich tagsüber vor, wie ein Grillhähnchen im Dampfbad. Direkt nach der Landung in Denpasar und beim Verlassen des klimatisierten Flugzeugs kam man sich vor, als würde man direkt gegen eine Wand aus Hitze laufen.
Als wir das Foyer des Flughafens betraten, war man sofort mit der asiatischen Kultur konfrontiert. Dutzende Taxifahrer und „Dienstleister jeglicher Art“ buhlten um deine Aufwerksamkeit und boten ihre Waren feil. Erst mal Geld abheben… yeah, zum ersten mal im Leben Millionär… und dann mit den Taxis um die Wette feilschen für eine Fahrt zu unserem AirBnb in Seminyak. Seminyak ist eines der großen Touristengebiete in Denpasar im Süden von Bali. Hier ist also alles auf Touristen ausgelegt, das Angebot und die Preise.
Unseren ersten vollen Tag auf verbrachten wir dann erst mal mit Pflichtaufgaben. Aber nicht ohne vorher mutig zu sein und uns einen Roller bei einem der einheimischen Balinesen zu mieten. Das ganz ging ganz schnell. Kurz ein paar Daten auf einen Zettel geschrieben, um den Preis gefeilscht und sogar zwei Helme bekommen.
Danni fragte noch kurz den Vermieter, ob es irgendwelche Verkehrsregeln zu beachten gibt … Ich lache … Er auch. Und dann brausen wir los. Zum ersten mal Roller fahren in meinem Leben. Zuerst gehts frühstücken in einem Veganen Restaurant, dann zu der Post ein paar Sachen nach Hause schicken, und anschließend zum Frisör:
Den Tag haben wir dann mit einem schönen Strandspaziergang entlang der Strandpartymeile von Bali ausklingen lassen. Dabei haben wir einen besonders tollen Sonnenuntergang erleben dürfen.
Am Tag darauf ging es dann für uns nach einem sehr leckeren und reichhaltigen Frühstück im The Fat Turtle weiter nach Ubud. Hierfür haben wir Uber für uns neu entdeckt. Nachdem wir in Neuseeland eine 30$ Freifahrt in einem Prospekt hatten, haben wir es dort direkt mal getestet, und waren sofort begeistert. Jetzt in Denpasar gab es wieder Uber und der Fahrtpreis war nur halb so viel, wie bei allen anderen Fahrern die wir gefragt/angeboten bekommen haben.
In Ubud angekommen haben wir den Rest des Tages noch genutzt um uns den Monkey Forest anzusehen. Hier leben hunderte Affen in einer vom Regenwald umgebenen kleinen Tempelanlage. Indiana Jones Feeling inklusive… (Schemel, einer der Affen erinnert mich irgendwie an dich … :D)
Tags drauf haben wir uns dann wieder einen Roller gemietet, um damit in die etwa 20km entfernten Tampel „Holy Spring Temple ( Tirta Empul)“ und „Gunung Kawi“ in Tempaksiring zu fahren. Apropos fahren: getankt wird hier bei ominösen Straßenhändlern, die das Benzin in Vodkaflaschen (Absolut Vodka) verkaufen. Irgendjemand muss hier verdammt viel Vodka bechern…
Auf der Fahrt zu den Tempeln konnten wir schon einen schönen Ausblick auf das Leben und die Natur außerhalb der Städte erhaschen. Überall gibt es große Reisfelder und Urwald. Im Holy Spring Temple können sich die Gläubigen rituell im Brunnen der heiligen Quelle waschen.
In allen Tempeln auf Bali in denen wir waren herscht übrigens Sarongpflicht für beide Geschlechter.
Auf dem Rückweg ging es dann noch zum Goa Gajah Temple (Elephant Temple). Auch dieser Temple war wieder wunderschön im Regenwald gelegen und die altertümlichen Höhlen und Ruinen ließen erneut ein Indiana Jones Feeling aufkommen.
Ich schwöre, ich habe nix mit den leeren Flaschen zu tun… 🙂
Waren ja auch Absolut Wodka Flaschen, nicht Gorbatschow 😉