Es mieft…

Nach unserem kleinen Intermezzo in Peru stand schon wieder das nächste Land auf dem Programm. Von Puno aus fuhren wir mit dem Bus über Copacabana weiter nach La Paz. Diesmal war der Bus leider nicht ganz so bequem wie die Busse in Peru davor, aber dafür wurden wir mit tollen Aussichten auf den Titikakasee belohnt.

Die Grenzüberquerung nach Boliven verlief zwar etwas unorganisiert und langsam, letztendlich aber problemlos. Später mussten wir dann noch einen Zulauf des Sees mit der Fähre überqueren, wir auf einem Boot und unser Bus auf einem anderen… es gab ständig was zu tun…

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Später am Abend erreichen wir dann endlich La Paz und bezogen direkt unser AirBnB, das wir schon für zwei Nächte gebucht hatten. Der folgende Tag gehörte dann ganz der Stadtbesichtigung und der weiteren Planung… soweit zumindest der ursprüngliche Gedanke.

Wie wir bei unseren Recherchen feststellten, hatte La Paz nicht ganz so viel zu bieten, bzw. es gab nicht so viel, das uns interessierte und das wir besichtigen wollten. Zuerst brachen wir auf zum nahegelegenen Aussichtspunkt El Mirador de Killi-Killi. Der Weg dorthin gestaltete sich, vor allem auch durch die Höhe (La Paz liegt auf 3640m), als sehr anstrengend. Der Ausblick auf die Stadt und die umgebende Bergkette war dafür aber sehr schon. Auch wenn schon deutlich zu sehen war, dass La Paz doch eine viel ärmere Stadt ist als z. B. Lima oder Quito. Überall gab es heruntergekommene Häuser, es roch nach Urin und Unrat und der Hundedreck zierte die Straßen.

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Weiter ging es zum Plaza Morillo, einem wenig spektakulären Platz, der von den Einheimischen hauptsächlich zum Taubenfüttern genutzt wurde. Umgeben war er allerdings von dem einen oder anderen schönen Regierungsgebäude.

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Weiter ging es durch das Getümmel auf Boliviens Straßen durch die Innenstadt zur Kathedrale. Leider wurde die Kathedrale wohl über die Jahre komplett von Hochhäusern umbaut und so verliert sie doch eingemauert zwischen Ungetümen ihren Charme. Als wir die Kathedrale betraten, lief gerade eine Messe, also verkniffen wir uns die Besichtigung von Innen.

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Von der Kathedrale aus ging es gleich weiter zur nächsten Kirche, genauer gesagt zur Iglesia de San Francisco… die darf wohl in keiner Stadt fehlen, die etwas auf sich hält. Die Kirche machte auf jeden Fall einen deutlich schöneren und imposanteren Eindruck. Prunkvoll strahlte sie freistehend über den Platz.

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Anschließend liefen wir weiter in Richtung des Hexenmarktes und kamen wieder in touristischere Gefilde. Der Hexenmarkt ist letztendlich aber nicht mehr als eine kleine Gasse, an der sich ein Souvenirladen an den nächsten reiht… die nicht nur alle das Gleiche verkaufen, sondern es ist auch noch das gleiche Zeug, was man schon in den letzten drei Ländern kaufen konnte…

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In der Nähe des Hexenmarktes suchten wir uns dann ein kleines steampunkiges Cafe und genossen einen leckeren Kaffee, während wir das weitere Vorgehen planten. In einem Reisebüro hatten wir erfahren, dass es als einzige gescheite Verbindung zu unserem nächsten Ziel nur einen Nachtbus (YEAH!) gab… Einen Kaffee später stand also fest, wir lassen die zweite Nacht in La Paz verfallen und nehmen noch am selben Tag den Nachtbus…

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Wir machten uns also vom Café aus auf den Weg zurück zum AirBnB, um uns dort auf die Nachtfahrt vorzubereiten. Der strömende Regen, der kurz nach dem Verlassen des Cafés einsetzte, verriet uns die Meinung von La Paz zu der Idee… Wir ließen uns jedoch nicht lumpen und wählte das Mi Teleferico für den Heimweg, das uns trocken bis fast ganz nach Hause brachte. Das Mi Teleferico ist ein Netz von Seilbahnen, die ähnlich wie Busse die Passagiere quer durch die Stadt befördern. Das ging nicht nur schnell, sondern wir hatten auch eine schöne Fahrt mit tollem Ausblick.

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Im AirBnB angekommen, machten wir uns noch kurz ein Abendessen, bevor wir uns dann von einem Taxi zu Busbahnhof bringen ließen. Dort konnten wir uns dann quasi direkt in unseren Bus begeben und es uns für die nächsten 10 Stunden gemütlich machen… naja, wirklich gut schlafen kann man in so Nachtbussen nie, aber sie waren schon vergleichsweise sehr bequem!

Morgens um 6 Uhr kamen wir dann völlig zerstört in Uyuni an und glücklicherweise durften wir unsere Unterkunft direkt beziehen. An diesem Tag machten wir dann nicht mehr viel außer schlafen, frühstückengehen und uns eine Tour für die nächsten drei Tage zu organisieren!

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