Mit dem Bus ging es weiter zu unserem letzten Stopp in Kolumbien, nach Cartagena. Die Stadt wurde 1533 von Pedro de Heredia gegründet und gilt als eine der ersten spanischen Siedlungen in Südamerika. Auf Grund seiner Lage wuchs die Stadt sehr schnell und wurde zu einem der bedeutendsten Häfen in Südamerika, über den die Spanier ihre Waren verschifften.
Dies war auch der Grund, warum die Stadt immer wieder Ziel von Piratenüberfällen wurde. Nach einem Überfall von Sir Francis Drake fiel die Entscheidung eine Stadtmauer zu errichten und die Wehranlage San Felipe zu errichten.
Genau diese Festungsanlage war selbstverständlich unser erstes Ziel, als wir am nächsten Morgen loszogen, die Stadt zu besichtigen. Castillo de San Felipe gilt, nach einigen Erweiterungen über die Jahrzehnte, als die größte jemals von den Spaniern in einer Kolonie errichtete Verteidigungsanlage. Trotz mehrfacher Bemühungen konnte die Festungsanlage nie eingenommen werden.
Erneut begleitet von atemberaubender Hitze liefen wir den Zugang zur Festung hinauf. Die Anlage erstreckt sich auf einem kleinen Hügel über mehrere Ebenen. Von ganz oben hatte man einen tollen Ausblick über die Altstadt. Ganz unten befinden sich viele verwinkelte Kellergewölbe und Gänge, durch die alle Teile der Festung schnell zu erreichen sind. In einem Raum stoßen wir sogar auf eine englische Videovorführung zu der Geschichte der Stadt und der Erbauung der Festung.
Vorbei am Monumento a la Indiana Catalina gingen wir weiter in die gut erhaltene Altstadt. Durch das Puerta del Reloj gelangen wir direkt auf den Plaza de los Coches. Nur halb mit einem Ziel schlenderten wir durch die Stadt. Hier war einfach alles schon eine Sehenswürdigkeit.
Irgendwann stießen wir auf den Plaza de la Aduana, dem Vorplatz der Iglesia de Santo Domingo, der ältesten Kirche in Cartagena. Auf dem Platz wurden mehrere Metallskulpturen ausgestellt, die Szenen aus dem alltäglichen Leben zeigen.
Erschöpft von dem Rumgelaufe und der ernormen Hitze zog es uns zurück ins AirBnB. Ausgeschlafen ging es dann am nächsten Tag wieder los in Richtung der Altstadt. Der erste Stopp lag allerdings noch kurz davor. Los Zapatos Viejos sind zwei riesige Bronze-Schuhe, ein Denkmal für einen (dort) berühmten Dichter.
Das Ziel in der Altstadt war dann der Plaza de Bolivar (jaja, Simon Bolivar kennt der aufmerksame Leser schon). Genauer gesagt der Palacio de la Inquisición der sich auf dem Platz befindet. Seit 1610 tagte und richtete hier das heilig abscheuliche Tribunal. Leider war ein Großteil der Ausstellung nur auf spanisch und so konnten wir nicht alles aufnehmen, was zu den Ereignissen und Gegenständen geschrieben stand.
Anschließend bummelten wir noch etwas durch die Stadt, bevor es wieder ins klimatisierte AirBnB Zimmer ging, um noch etwas zu recherchieren und zu bloggen…