Hoch – Höher – Quito

Vom Seelevel aus in Cartagena flogen wir mit Zwischenstopp in Bogotá weiter in die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Quito liegt 2850m über dem Meeresspiegel und ist damit knapp 200m höher als Thimphu in Bhutan. Für Klugscheisser: La Paz ist nicht die offizielle Hauptstadt von Bolivien, sondern Sucre…

Als wir uns am Abend vom Flughafen mit dem Uber zu unserem AirBnB bringen ließen, konnten wir schon einen wunderschönen Sonnenuntergang über den Bergen betrachten. Das Panorama in der Stadt war einfach zu jedem Zeitpunkt atemberaubend. Noch ein bisschen besser wurde es, als uns die Dachterrasse unserer Unterkunft gezeigt wurde. Von hier aus hatte man auch einen tollen Blick über die Stadt.

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Am nächsten Morgen nutzen wir die Terrasse dann gleich für ein kurzes, aber leckeres Joghurtfrühstück. Im Anschluss ging es zu Fuß in Richtung der Altstadt. Mission im Hinterkopf war, die Augen offen zu halten nach einem Buchladen, denn wir brauchten mal wieder einen Reiseführer.
Mehr oder weniger zufällig stießen wir dann auf die Basilica del Voto Nacional. Die Basilika wurde 1924 fertiggestellt und ist die größte neugotische Basilika in Amerika. Das von außen und innen sehr beeindruckende Bauwerk thront auf einer kleinen Anhöhe und ist von der Altstadt aus überall zu sehen. An der Fassade schmücken Schildkröten, Gürteltiere, Affen, Raubkatzen und andere tropische Tiere die Kirche.

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Zu Fuß ging es dann weiter in die historische Altstadt. Da es Sonntag war, waren einige Straßen der Innenstadt gesperrt und auf den Straßen tummelten sich die Besucher. An mehreren Ecken waren Straßenkünstler zu sehen, die musizierten, Kostüme vorzeigten oder Puppentheater spielten. Auf dem Weg durch die Straßen schauten wir uns unzählige Kirchen an. Da sie aber immer gut gefüllt waren mit Betenden oder gerade Gottesdienst war, warfen wir in die meisten nur einen kurzen Blick.

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Die Geheimmission Bücherkauf war bis dahin leider ergebnislos verlaufen und so entschlossen wir uns aktiv nach Buchläden zu suchen. Wir marschierten also kilometerweit durch die Stadt, geführt von Google Maps, und klapperten alle Buchläden ab, die angezeigt wurden. Leider gehört Quito wohl zu den Städten, an denen manche Läden sonntags geschlossen haben… Buchläden gehören wohl dazu…. Aber ohnehin sah keiner der Läden so aus, als würde er einen englischen Reiseführer verkaufen.

Für den nächsten Tag hatten wir eine Reise zum Mittelpunkt der Erde geplant. Mitad del Mundo, oder auch Monumento ecuatorial, ist ein großer Monolith, der auf dem Äquator steht. Der Franzose, Charles Marie de la Condamine hat als erster Europäer 1736 hier die Position des Äquators bestimmt. Es ist also wenig verwunderlich, dass diese Angabe wohl nicht ganz stimmt und der Äquator eigentlich 240m am Monument vorbei läuft… aber wer wird das schon so genau nehmen.
Der Monolith selbst befindet sich in einem größeren abgesperrten Areal, für das man selbstverständlich ordentlich Eintritt bezahlen darf. Umringt ist er vor allem von Restaurants und Souvenirshops und dem ein oder anderen kleinen Museen mit Erklärungen zu den Vermessungen. Im Monolithen befindet sich auch ein kleines Museum zur Erstehung des Monuments und mit kleinen physikalischen Experimenten zu Magnetfeldern und zum Sonnensystem.

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Anschließend geht es mit dem Bus wieder zurück nach Quito. Für den Abschluss des Tages hatten wir uns wieder eine Gondelfahrt überlegt, denn auch in Quito gibt es eine Gondel die einen weit hinaus über die Stadt trägt. Die TelefériQo fuhr uns auf den Cruz Lama in eine Höhe von 3950m. Oben angekommen pfeift uns ein eisiger Wind ins Gesicht. FlipFlops und kurze Hosen schienen wohl eher eine semi-gute Wahl für dieses Event gewesen zu sein. Trotzdem wanderten wir noch ein kleines Stückchen den Berg hinauf und genossen die Aussicht über die Stadt und in die Berge der Anden.

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Bevor wir dann am nächsten Tag weiterreisten, versuchten wir noch mal unser Glück auf der Suche nach Büchern. Wir hatten einen todsicheren Tipp bekommen, wo wir einen englischen Reiseführer bekommen sollten… Zur Beruhigung unserer Nerven decke ich über die weiteren Ereignisse den Mantel des Schweigens…

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