Von Küste zu Küste

Am Tag nach dem Nationalfeiertag kehrten wir dann St. Elena schon wieder den Rücken. Da wir auch noch die Pazifikküste des Landes sehen wollten, entschlossen wir uns nach Samara zu fahren. Zum Einen wurde uns Samara von unserem Guide in La Fortuna empfohlen, zum Anderen schreibt der Lonely Planet, dass Samara ein Städtchen ist, in dem viele Besucher hängen geblieben sind und nie wieder weg wollten… klang vielversprechend.

Das erste Problem war aber der Weg… wie sollten wir von St. Elena nach Samara kommen? Unser Host sagte uns, dass es keinen direkten Bus gibt, und das wir entweder über San José fahren müssten, oder wir ließen uns vom Bus auf dem Highway rauswerfen und müssten dann einfach den passenden Bus nach Samara anhalten. Wann allerdings der Bus nach Samara da vorbeikommen würde, wusste niemand… Pura Vida.

Da wir in der Vergangenheit nicht umbedingt die besten Erfahrungen damit hatten, an irgendwelchen Kreuzungen im Hinterland auf Busse zu warten, entschlossen wir uns diesmal ein teures Shuttle zu nehmen. Wir hatten als am nächsten Tag einen klimatisierten Kleinbus nur für uns, der uns von St. Elena nach Samara zu unserer Unterkunft brachte.

Die Unterkunft, die wir rausgesucht hatten, war direkt am Strand und wir konnten fast von unserem kleinen Bungalow ins Meer fallen… Wir verbrachten also die nächsten anderthalb Tage damit, am Strand zu spazieren, im Pazifik zu baden und Karten zu spielen.

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Ansonsten hatte die Stadt wenig zu bieten und wir fragten uns, wie der Lonely Planet zu der Einschätzung kam, man würde umbedingt hier bleiben wollen… Als wir dann zwei Tage später wieder von Samara aufbrechen wollten, fiel es uns dann wie Schuppen von den Augen. Die Leute wollten gar nicht da bleiben, sie kamen nur nicht wieder weg… Der eigentliche Bus nach San José, den wir nehmen wollten, und gleichzeitg auch der einzige Bus dorthin, war ausgebucht. Uns blieb also nur der Bus in die nächst größere Stadt 40km entfernt. Ob von da aus noch ein Bus nach San José frei war wusste niemand … Pura Vida. Wir riskierten es einfach und hatten Glück.

Von Samara aus fuhren wir über Nicoya nach San José. Von dort sollte am nächsten Tag eigentlich unser Flug nach Panama City gehen. Da wir aber aus vielen Quellen gehört hatten wie toll die panamanesische Karibik um Bocas del Toro sein soll, entschlossen wir uns kurzerhand um und fuhren mit dem Bus von San José weiter nach Puerto Viejo. Von dort aus ist die Grenze zu Panama nur eine Stunde entfernt und eine weiter Stunde später ist man in der Region Bocas del Toro.

An diesem Tag fuhren wie also von Samara aus einmal quer durch das gesamte Land bis an die Karibik Küste nach Puerto Viejo, wo wir erst spät abends ankamen.

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Am nächsten Morgen wurde dann erstmal in einem kleinen Restaurant am Strand ausgiebig gefrühstückt, bevor es mit dem Bus weiter ging zur Grenze nach Panama.

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Kurz vor der Grenze wurden wir dann aus dem Bus geworfen. Die letzten Meter mussten wir zu Fuß gehen. Bei der Ausreise aus Costa Rica gab es dann mal wieder eine etwas ominöse Stempelgebühr von 8$, aber ohne zu zahlen gibt es keinen Ausreisestempel. Danach ging es über eine sehr vertrauenserweckende Brücke rüber nach Panama, wo man zu unserer Überraschung neuerdings wohl keine Stempelgebühr mehr bezahlen musste.

Weiter ging es dann mit dem Shuttle nach Almirante und von dort aus auf die Insel Isla Colón, die größte Insel von Bocas del Toro.

Als wir dort von Bord gingen wurden wir mit den Worten begrüßt:“ Welcome to the paradise“.

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