Nachdem wir nun also San Francisco bzw. Oakland hinter uns gelassen hatten, ging es zügig landeinwärts. Unser Ziel war der Yosemite Nationalpark, das am weitesten von der Künste entfernte Ziel auf unserer USA Reise. Auf dem Weg ins Landesinnere wurde die Landschaft immer vertrockneter und trostloser. Bis zum Horizont sah man nur verdörrte Weiden und Felder.
Um uns fit zu halten gab es dann Unterwecks noch eine typisch amerikanische Leckerei (oder auch nicht)… einen Corn Dog von der Tankstelle!
Da die Fahrt bis zum Yosemite Nationalpark zu lange gedauert hat, hätte es sich für diesen Tag nicht mehr gelohnt hinein zu fahren. Wir entschlossen uns also den Tag bei einer kleinen Runde Minigolf und am Waschsalon ausklingen zu lassen. An dieser Stelle muss ich leider gestehen, dass ich mich Dannis Künsten geschlagen geben musste. Ich sehe mich aber als Sieger der Herzen!
Am nächsten Morgen, naja oder etwas späteren Morgen zugegebenermaßen, ging es dann auf in den Nationalpark. Nachdem wir am Ticketschalter quasi ausgeraubt wurden, holten wir uns an der Touristeninformation noch eine Karte des Parks und ein paar nützliche Tipps ab und dann zogen wir los.
Mit dem Auto ging es eine wunderschöne Straße tief in den Park hinein. Am liebsten hätten wir alle paar Meter gehalten, um Fotos zu machen… wir beschränkten uns aber auf die Haltebuchten.
Als erstes steuerten wir den Bridalveil Fall an. Als wir dort eintreffen sind wir geradezu geschockt von den Massen an Touristen, die sich dort tummeln. Einen Parkplatz zu finden wird zu einer echten Herrausforderung. Da wir es so eng zwischen all den Leuten nicht aushalten, machen wir nur schnell ein Selfie am Wasserfall und ziehen dann gleich weiter.
Weiter ging es zum Lower Yosemite Fall in der Nähe des Yosemite Village. Hier sind wir dann von jeglichem Glauben abgefallen. Tausende Autos füllten riesige Parkplätze im Herzen des Nationalparks. Es dauerte wieder etliche Zeit, bis wir auf einem weit abseits gelegenen Parkplatz eine freie Stelle gefunden hatten. Wir liefen von dort also wieder zum Wasserfall und es zeigte sich ein ähnlicher Anblick wie schon beim ersten Wasserfall. Massen von Touristen schoben sich hin zum Aussichtspunkt.
Diesmal ließen wir uns aber nicht aufhalten und starten einen kleinen Trek rund um das Dorf. Je weiter wir uns von dem Wasserfall entfernten, desto weniger Menschen trafen wir… die meisten Leute sind halt doch faul. Nachdem wir durch ein schönes Stückchen Wald gelaufen waren, stießen wir auf eine Lichtung, von der aus wir einen guten Blick auf eines der Highlights des Nationalparks hatten: Den Half Dome. Wie eine riesige abgebrochene Halbkugel ragt er in den Himmel.
Nachdem wir die Lichtung überquert hatten gelangten wir zum Merced River. Der Fluss lädt mit seiner leichten Ströhmung und dem glasklaren Wasser geradezu zum Wassersport ein und so folgten auch viele dieser Einladung und planschten oder ließen sich auf Schlauchbooten oder Schwimmreifen durch die tolle Landschaft treiben.
Dann ging es erst mal zurück zum Auto und mit eben diesem weiter zum El Capitan. Diese steil in den Himmel ragende Felswand besticht durch ihren geraden Abbruch. Am Fuße des Berges liegen noch überall die abgebrochenen Felsbrocken herum. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt stoßen wir auf ein wahrscheinlich sehr giftiges und gefährliches Ungetüm, was sich neben uns seines Weges schlängelt.
Anschließend machen wir uns wieder durch traumhafte Landschaften auf den Heimweg noch Sonora, denn am nächsten Tag wollen wir schon früh aufbrechen in die Stadt der Engel.
Welcome to L.A.:
Da wir für Los Angeles nur noch einen halben Tag Zeit hatten, bevor am nächsten Tag unser Flug ging, versuchten wir uns die Rosinen für uns heruas zu picken. Unser erster Stop war also am Grifith Observatory… naja, nicht wirklich Stop, denn hier war so viel los, dass man keinen Parkplatz finden konnte und es nur im Schritttempo vorwärts ging. Danni stieg also aus und machte ein paar Fotos vom Observatorium und der Skyline der Stadt (…im Smog) und dann fuhren wir weiter.
Eigentlich sollte man den Hollywood Schriftzug schon vom Obsavatorium aus gut sehen können, aber von dort aus war er noch ewig weit weg. Also fuhren wir mit dem Auto etwas durch Beverly Hills und durch Hollywood zum Lake Hollywood Park, um von dort aus den Schriftzug besser sehen zu können.
Als nächstes Highlight kam uns dann der Walk of Fame in den Sinn. Also ging es weiter Richtung Downtown. Was wir dort antrafen überraschte uns ein wenig. Wir stiegen aus dem Auto aus, das wir in einer Seitenstraße geparkt hatten und liefen auf den Walk auf Fame. Nur wenige Menschen waren in der Nähe und alles wirkte etwas heruntergekommen. Dies änderte sich dann aber schlagartig ein paar Blocks später und plötzlich war der Walk überflutet von Touristen.
Je näher wir an das Chinese Theater kamen, desto voller wurde es. Bekannte Superhelden und Kampfpiloten boten freundlich grinsend ihre Dienste zum Fotoshooting an… gegen einen kleines Handgeld versteht sich. Dankend ließen wir aber Batman, Spiderman und Maverick abblitzen.
Das Chinese Theater wurde 1927 von Sid Grauman als Premierenkino im chinesischen Pagodenstil errichtet. Weltberühmt wurde das Kino durch seine Betonplatten auf dem Vorplatz, in denen über 200 Stars der Filmbranche ihre Hand- und Fußabdrücke hinterließen. Der neuste Abdruck ist übrigens von Stan Lee am 18. July 2017.
Den Sonnenuntergang wollten wir uns am Santa Monica Pier anschauen, doch die Rechnung hatten wir ohne die L.A. Rush Hour gemacht. Im Kriechtempo ging es also weiter zur Küste und dort erst mal wieder auf lang andauernde Parkplatzsuche. Als wir endlich einen Parkplatz hatten, war es natürlich schon stockdunkel… wenigstens war es inzwischen so spät, dass der Parkplatz kostenlos war.
Wir begaben uns also zu einen kleinen Spaziergang runter an den Strand und drehten dann zum Abschluss eine kleine Runde über den Santa Monica Pier. Das Pier ist sowas wie ein kleiner Freizeitpark über dem Wasser und stellt das offizielle Ende der Route 66 und unserer ersten USA Reise dar.