Ausschlafen in Seattle

Wieder mal war es an der Zeit ein Land zu verlassen und weiter zu Reisen in neue Gefilde. Diesmal fiel uns der Abschied deutlich schwerer als in manch anderem Land zuvor. Für uns war Kanada sicherlich eines der Highlights der bisherigen Reise. Die freundlichen Menschen und vor allem die unbeschreibliche Natur haben den Aufenthalt unvergesslich werden lassen… Kanada wir sehen uns wieder!

Nichts desto trotz ging es für uns weiter und dieses mal sollte es unsere zweite Grenzüberquerung mit dem Bus werden. Mit dem Bolt Bus fuhren wir von Vancouver los Richtung amerikanische Grenze. Es war zwar nicht der luxuriöste Bus in dem wir bisher auf der Reise saßen, aber zumindest der erste mit einer Bordtoilette… und das ist schon einiges wert!

An der Grenze zu den USA wurden wir erst mal mit Sack und Pack aus dem Bus geworfen und mussten zur Grenzkontrolle. Fragen wurden gestellt, Dollar-Noten wechselten den Besitzer und die Inhaltsstoffe der mitgenommenen Asiasuppen wurden überprüft. Anschließend ging es dann weiter nach Seattle.

Dort angekommen zeigten sich die Amerkaner glücklicherweise von ihrer freundlichen und hilfsbereiten Seite. Als wir mal wieder planlos am Straßenrand rumstanden kam eine Frau zu uns und fragte, ob sie uns helfen könne. Mit ihrer Hilfe und vor Allem ihrem Internet konnten wir schließlich ausfindig machen, mit welchem Bus wir von wo zu unserer Unterkunft kommen konnten. Danke! … Mit dem Busfahrer hatten wir dann noch mehr Glück. Wir zeigten ihm auf der Karte wo wir hin mussten und er meinte, er sage uns bescheid wo wir raus müssen. Während der Fahrt kam er noch zwei mal zu uns nach hinten gelaufen, um sich auf der Karte zu vergewissern, dass er uns auch ja an der nächstgelegen Haltestelle raus ließe.

Wie der Zufall so spielte saß dann auch noch der Nachbar von unserem AirBnB-Host neben uns im Bus und brachte uns von der Bushaltestelle zum Haus … Jackpot!

Am nächsten Morgen war dann erstmal ausschlafen angesagt… und das nahmen wir wörtlich. Es war also schon Mittag, bis wir uns endlich auf den Weg machten, Seattle Downtown zu erkunden.

Mit dem Bus ging es also wieder in die Innenstadt und dort zuerst zur Seattle Central Library. Zum Einen ist die Bücherei berühmt für ihre Architektur, die aus dem Umfeld herraussticht , zum Anderen bekamen wir dort noch ein paar Infos, die wir brauchten … und sie hat eine öffentliche Toilette…

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Von dort aus ging es dann runter zum Meer zu der Waterfront. Auf dem Weg dorthin kommt man an gefühlt 20 Starbucks und 10 Subways vorbei… wahrscheinich nicht nur gefühlt. Die Waterfront ist dann schließlich eine Andernanderreihung von Souvenierläden und Cafes die von tausenden Touristen bevölkert wird. An ihr entlang gelangen wir zum Pike Place Market, einer Ansammlung von kleinen Geschäften und Ateliers. Von Trödel über Musik bis hin zu Fischverkäufern findet man hier alles. Unter anderem auch die erste Starbucks Filiale..

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Weiter geht es zu Fuß zum Seattle Museum of Arts. Wer jetzt schon denkt, Danni hätte mich in ein Kunstmuseum bekommen, den muss ich leider enttäuschen. Denn eigentlich war nicht das Museum selbst das Ziel, sondern der Hammering Man davor. Wer sich in Frankfurt etwas auskennt, dem kommt das Kerlchen sicherlich vertraut vor.

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Weiter gings dann zum Pioneer Square, einem kleinen Platz, der zum Einen bekannt ist aus Goldrausch-Zeiten und zum Anderen der Startpunkt des großen Stadtbrandes von 1889 war. Um ehrlich zu sein waren wir hier eigentlich nur zufällig gelandet. War hatten Hunger, auf dem Platz standen Tische und Stühle rum und so führte Eins zum Anderen. Wo wir saßen, fanden wir erst während des Essens heraus.

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Nach dem Essen geht es dann direkt weiter zum nächsten Platz, dem Occidental Square. Hier trifft sich nach der Arbeit Jung und Alt, um zusammen Sport zu machen und Kaffe zu trinken. Auf dem Platz befinden sich Boule-Bahnen, ein Basketballkorb und kleine Cafes laden zum Entspannen ein. Als wir auf dem Platz eintrafen fand sich gerade eine Gruppe zusammen, die einen Squaredance tanzte…

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Auf dem Weg zum Kobe Terrace Park kamen wir dann noch an der Kingstreet Station vorbei. Einem alten, schönen aber aufgegebenen Bahnhofsgebäude. Der Kobe Terrace Park ist ein sehr kleiner auf einer Anhöhe gelegene Park, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt und auf das Stadion der Seattle Seahawks hat. Hier haben auch ein paar Anwohner ihre kleinen Schrebergärtchen und Gemüsebeete.

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Am nächsten Morgen startete dann das Abenteuer Highway 101, der Küstenhighway. Nach dem Aufstehen holten wir zuerst unseren neuen Begleiter ‚Onkel Titus‘, die glücklose Seele, ab. Mit ihm ging es dann noch zu der Space Needle, dem Wahrzeichen von Seattle, bevor der Roadtrip stotternd startete.

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