Das Mekongdelta

Von Ho-Chi-Minh-Stadt aus ging es für uns nach Can Tho. Ein Pärchen, das wir am Tag zuvor bei der Tour zu den Cu Chi Tunneln getroffen hatten, hatte uns empfohlen, nach Can Tho zu fahren und von dort aus eine Mekongdelta Tour zu machen.

Wir ließen es uns also nicht nehmen, diesem Vorschlag zu folgen und buchten ein Ticket für den Bus. Das Problem war dann nur den richtigen Bus zu finden. Denn als wir vom Busticketverkäufer zum Busbahnhof gefahren und da abgesetzt wurden, gab es auf einmal niemanden mehr, der Englisch konnte… und das bei einem Busbahnhof, wo etwa alle 1-2 Minuten ein Bus abfährt – überall hin ins Land. Wir fragten also eine Stunde lang jeden Bus, der abfuhr und erhilten als Antwort immer entweder ein „wait, wait“, „no“ oder ein Kopfschütteln. Nach der Stunde in sengender Hitze hat uns dann endlich ein Bus mitgenommen und zum Glück sogar in die richtige Stadt gebracht 🙂

Vor Ort haben wir dann gleich für den nächsten Tag eine Bootstour durch das Mekongdelta gebucht. Ein kleines Bötchen nur für uns … naja fast. Denn als wir dann am nächsten Morgen ausgeschlafen gegen 5 Uhr aufbrachen zum Fluss, saß schon eine Französin in unserem Boot… Was haben die Asiaten eigentlich immer gegen Ausschlafen? Und warum bekommt man so selten das, wofür man bezahlt hat? … Zumindest war unsere Mitfahrerein ganz nett und wir hatten eine super Führerin erwischt, die uns durch den Tag geleitete.

Wir fuhren also mit unserem Bötchen los und zuerst ging es zu dem Floating Market auf dem Mekong River. Die Bauern aus den angrenzenden Regionen bieten hier auf ihren Booten ihre Waren fail. Zumeist hat dann ein gesamtes Boot nur ein Produkt. Zum Beispiel gibt es ein Boot voller Süßkartoffeln und ein anders voller Melonen… Um zu sehen, auf welchem Boot was verkauft wird, hat jedes Boot eine Bambusstange angebracht, an deren Spitze das Obst oder Gemüse baumelt, dass auf diesem Boot verkauft wird.

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Vom Floating Market aus ging es dann direkt weiter zu einer am Fluss gelegenen Nudelfabrik. Hier werden angeblich weltberühmte Reisnudeln hergestellt. Ein paar Vietnamesinnen stehen hier und bereiten die Rohmasse für Reispapier zu. Diese Rohmasse wird dann im Wasserdampf zu Reispapier verarbeitet und in der Sonne auf Bambusmatten getrocknet. Anschließend wird dann das Reispapier mit Hilfe einer Maschine in Streifen geschnitten… und fertig sind die Reisnudeln.

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Anschließend ging es runter vom Mekong River und hinein in einen seiner unzähligen Seitenarme. Nach einer weiteren Viertelstunde ging es dann zu Fuß weiter und unsere Führerin erklärte uns einiges über die heimische Flora und Fauna. Am Ende dieses Spaziergangs landeten wir bei einer Obstplantage, bei der wir auch direkt zu Mittag aßen und uns mit frischen Früchten verköstigen ließen. Anschließend ging es mit dem Boot wieder zurück zum Ausgangspunkt. In der Zwischenzeit bekamen wir von unserer sehr lieben Bootsführerin noch Schmuck aus Kokosblättern geschenkt, den sie gebastelt hatte, während sie auf uns gewartet hatte und das Boot steuerte.

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