Damit mal etwas Bewegung in die Reise kommt, haben wir uns dazu entschlossen als nächstes eine kleine Zweitagestour von Kalaw nach Inle Lake zu wandern. Da die Strecke leider nicht als Wanderweg ausgeschildert ist und es keinen eindeutigen Weg gibt, hat man eigentlich keine andere Wahl, als sich einem Führer anzuschließen, der einem auf der Strecke begleitet. Unsere Wahl fiel auf die gut bewertete Agentur „Ever Smile“ in Kalaw. Wir buchten also dort die Zweitagestour und am nächsten Morgen ging es direkt los.
Da wir natürlich zu geizig waren einen Führer nur für uns zu bezahlen zogen wir als Wandergruppe los. Mit dabei waren zwei Schweizerinnen, drei Holländerinnen, zwei Finnen, drei Iren/Irinnen, eine Spanierin, eine US-Vietnamesin und zu guter Letzt unsere burmesische Führerin.
Von Kalaw aus ging es erstmal mit dem Taxi eine dreiviertel Stunde los zum Startpunkt. Man kann zwar auch direkt von Kalaw aus starten, dann ist es aber eine Dreitagestour.
Von dort aus ging es dann bepackt mit Tagesrucksäcken los hinaus in Staub und Hitze. Hier hat sich dann leider gezeigt, dass der April, der heißeste Monat in Myanmar, nicht unbedingt der beste Monat für eine Wanderung ist. Die Wege waren sehr staubig und sandig und mit jedem Atemzug hatte man das Gefühl Staub einzuatmen. Die Landschaft wirkte etwas wie aus einem Endzeitroman und hätte teilweise auch dem Filmset von „Mad Max“ entspringen können. Auf ausgedorrten Reisfelder grasten die Ochsen und nur selten konnte man etwas Schatten unter den vereinzelten Bäumen erhaschen.
Der große Vorteil dieser Jahreszeit war für uns dann der Umstand, dass das Ende der Trockenzeit auch den baldigen Anfang der Regenzeit bedeutet. Dies ist für die Einheimischen der Zeitpunkt, die Felder neu zu besähen. Somit konnten wir viele Dorfbewohner der einzelnen Dörfer auf dem Weg bei der Feldarbeit bestaunen. Mit den einfachsten Mitteln trotzen Sie der harten Natur und der unerträglichen Hitze.
Am ersten Abend endete unser Weg dann an einer Hütte neben einem der kleinen Dörfer. Hier haben wir ein leckeres Abendessen bekommen, dass von unserer Führerin und dem „Herbergsvater“ angerichtet wurde. Dazu konnte dann auch das ein oder andere hopfenhaltige Kaltgetränk erworben werden, was vor allem von den Iren und Finnen aktiv genutzt wurde 😉
Duschen gab es nicht, aber waschen konnte man sich an einem Steintrog voller Wasser… besser als nichts. Geschlafen wurden dann gemeinsam in der Hütte, alle 14 Frauen und Männer nebeneinander auf einem Bambusgrund. Yeah, back to Hüttenfeeling.
Am nächsten Morgen ging es weiter durch ähnliche Gefilde, denn leider bot der Weg nur sehr begrenzte Abwechslung. Gegen Mittag erreichten wir dann ein kleines Dorf südlich am Inle Lake gelegen und nach einem abschließenden gemeinsamen Mittagessen fuhren wir mit dem Boot über den See nach Norden zu der Stadt Nyaung Shwe.
Die nächsten zwei Tage haben wir dann noch in Nyaung Shwe verbracht und wir konnten uns in Ruhe die lokalen Sehenswürdigkeiten ansehen. Eigentlich wollten wir nur einen Tag dort bleiben, aber der Tagbus war mal wieder ausgebucht, und so hatten wir wieder nur die Möglichkeit mit dem Nachtbus weiterzufahren.
Als erste Sehenswürdigkeit wollten wir uns eigentlich den Floating Market ansehen, einen Markt, der auf Booten auf dem See stattfindet. Zu unserem Timingglück gehörte aber mal wieder, dass der Markt, der an 5 unterschiedlichen Orten stattfindet, ausgerechnet an dem Tag kein Floating Market ist, sondern auf dem Festland veranstaltet wird. Naja, da wir ja unfreiwillig zwei Tage Zeit haben ist vielleicht der zweite Tag besser… weit gefehlt… am zweiten Tag war Vollmond, da findet der Markt natürlich gar nicht statt… klingt logisch.
Statt dessen haben wir dann in den zwei Tagen zu einem die Stadt erkundet mit ausnahmsweise mal einer Stupa und einem Nachtbasar und dem ein oder anderem Cafè. Zum anderen haben wir uns eine Boot gemietet, um die berühmten Floating Villages, die Floating Gardens, die Fishermen auf dem See und die Longneck Frauen zu besuchen.
Hallo ihr beiden,
wünsche euch weiterhin alles gute.
Ja, ich bin gerade auf der Arbeit und das erste Mal auf eurem Blog.
Jetzt muss ich erstmal alles von vorne lessen 🙂
Gruß Gero
Heyja,
vielen Dank,
Da haste ja gerade noch rechtzeitig angefangen zu lesen. Auf unserer WB-Party wirst du dann abgefragt, ob du auch gut aufgepasst hast!