Auf in neue Gefilde

Von Pulau Perhentian aus wollten wir unsere nächsten Schritte aus planen, aber leider machte uns das nicht wirklick funktionierende Internet einen Strich durch die Rechnung. Kurz bevor wir zur Insel aufgebrochen waren, hatten wir einen Online Visums-Antrag für Myanmar gestellt, der in der Regel an drei Werktagen bearbeitet wird. Geschickterweise haben wir den Antrag Freitag abends gestellt und zu unserem ganz besonderen Glück, war der Montag nach dem Wochenende ein Feiertag in Myanmar. Also brachen wir zur Insel auf, ohne zu wissen wie es danach weiter geht.

Als wir uns dann von der Insel wieder auf den Rückweg machten, ging es erst mal wieder mit dem Speedbot eine Stunde zurück zum Festland. Dort angekommen sind wir dann zu einem Internetcafe gelaufen wo wir dann freudig festgestellt haben, dass unsere Visaanträge genehmigt wurden. Also haben wir unsere Visa ausgedruckt, einen Flug nach Yangon (Myanmar) gebucht und sind zur Busstation gelaufen.

Von der Busstation aus sind wir dann neun Stunden mit dem Nachtbus nach Kuala Lumpur gefahren. Von dort aus gings eine halbe Stunde später mit der S-Bahn weiter zum Flughafen KLIA. Dort sich noch läppische fünf Stunden wach halten, bis der Flug nach Bangkok startet. In Bangkok noch mal 3 Stunden warten bis es weiter nach Yangon geht, und dann ist man auch schon in Myanmar, ausgeruht und sehr entspannt… nicht.

Nach einer erholsamen Nacht in dem Hotel mit dem wohl freundlichsten, zuvorkommendsten und hilfsbereitesten Personal der Welt haben wir dann unseren Pagodentag gestartet.

Den Anfang machte die Sule Paya, eine sich im Zentrum eines Kreisverkehrs befindliche 2000 Jahre alte, goldene Pagode. Die Pagode ist 46m hoch und zählt zu den ältesten des Landes.

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Direkt neben der Sule Paya befindet sich der Mahabandoola Garden. Umgeben wird der Park von kulturerbe Gebäuden, wie zum Beispiel die City Hall und das Regierungsgebäude und in seiner Mitte erhebt sich das Unabhängigskeits Monument (Ein etwa 50m hoher Obelisk der von Statuen von Chinthe (Sagengestalt, halb Löwe, halb Drache) umgeben ist).

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Weiter ging es dann zu der Botataung Paya. In dieser wie üblich goldenen Pagode sollen angeblich tief im Inneren ein paar Haare Buddhas lagern. Man kann die Pagode sogar betreten und bekommt auch jede Menge Gold und sonstige Schätze zu sehen (mehr oder weniger, denn durch die dicken Eisengitter sind sie nur spärlich zu sehen), von den Haaren fehlt allerdings jegliche Spur.

Wie in allen buddhistischen Tempeln ist es auch hier wieder Pflicht die Schuhe auszuziehen, was einem bei 40°C und einem in der Sonne liegenden Hof schon mal den ein oder anderen Geschwindigkeitsrekord aufstellen lässt.

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Mit dem Taxi ging es dann weiter zur Chaukhtatgyi Paya. In diesem nicht sonderlich schönen Gebäude befindet sich einer der größten liegenden Buddhas in Myanmar. Die Buddha Statue ist 65m lang, und trägt eine Krone aus Diamanten und sontigen Edelsteinen.

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Zu Fuß geht es dann wieder weiter zur nahegelegenen Ngahtatgyi Paya. Hier befindet sich ein 15m hoher sitzender Buddha vor einer riesigen handgeschnitzten Wand. Sie alleine wäre sicher schon einen Besuch wert gewesen. Der Buddha selbst trägt wieder eine Krone aus Gold, Diamanten und anderen Edelsteinen und ist einem herumstreunernden ehemaligen Mönch zufolge ca 18 Millionen USD Wert.

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Pünktlich zum Sonnenuntergang geht es dann zum eigentlich Höhepunkt des Tages, der Shwedagon Paya. (Eigentlich steht im Reiseführere bei so ziemlich jedem Tempel und jeder Pagode, dass man sie am Sonnenaufgang, oder Sonnenuntergang besuchen soll. Wenn man sich daran halten würde, bräuchte man wahrscheinlich 3 Jahre bis man alle durch hat…)

Die Shwedagon Paya ist eine sehr eindrucksvoll Tempelanlage und sie zählt zu den heiligsten Stätten des Buddhismus. Hier sollen acht Haare von Buddha Gautama und drei anderen Buddhas liegen. Die Stupa ist über hundert Meter hoch und mit mehr als 27 tonnen Blattgold und tausenden von Diamanten verziert.

Als wir die Tempelanlage betreten ist das Leben hier schon im vollen gange. Tausende Gläubige und Besucher tummeln sich in der Anlage und machen einen Besuch zum Spektakel. Die Pagoden und Tempel werden vom Licht angestraht und leuchten wie Leuchtfeuer in der Nacht. Die von den Gläubigen entzündeten kleinen Feuerschalen erzeugen eine festliche Atmosphäre. Gesänge und Gebete dringen über den Hof übertönt von dem Geläut der heiligen Glocken.

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Da wir am nächsten Abend schon wieder mit dem Nachtbus weiter reisen möchten, entschließen wir uns den nächsten Tag ruhig angehen zu lassen. Wir entschließen uns zum Kandawgyi Lake zu gehen und dort über den Holzsteg zu spazieren, der im Lonely Planet so schön beschrieben ist als geigneter Ort fürs Morgenjogging oder zum Bummeln… großer Fehler!

Das morsche Holz, fehlende Bretter, nachgebende Planken und kreuz und quer vernagelte Bretter heben den Adrenalinspiegel auf Anschlag. Nach einem paar Minuten Spaziergang (am Anfang ist man ja noch optimistisch, dass es besser wird) hat man die Hoffnungs schon fast aufgegeben, den Steg lebend, oder zumindest trocken wieder zu verlassen.

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Als dann noch das unerwartete eingetroffen ist, und wir heile die andere Seite des Stegs erreicht habe, haben wir uns dazu entschlossen, den Rest des Tages lieber in sicheren Cafès zu verbringen, bevor is bei Anbruch der Nacht wieder hieß, ab in den Bus.

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