Nach den ganzen Trubel in den Städten und den unzähligen Menschen auf den Straßen sollte unser nächster Stop etwas mehr Ruhe versprechen.
Mit dem Bus ging es zuerst in einer sehr erholsamen neunstündigen Übernachtfahrt nach Kuala Besut und von dort aus mit der Speedboot-Fähre weiter zu Pulau Perhentian. Speedboot-Fähre schimpft sich hier übrigens eine zusammenlaminierte Wanne an die ein paar Aufbauten mit rostigen Schrauben geschraubt wurden und hinten dann zwei 150PS Motoren drangetackert wurden. Das das Teil nicht schon nach 10m sinkt oder von der Motorkraft auseinander gerissen wird, darf getroßt als Wunder bezeichnet werden… Die Überfahrt ist auch eher was für Leute mit starken Magen und einem leichten Hang zur Selbstkasteiung. Rückenschäden gehören hier zum Pflichtprogramm, wenn das Boot sich mal wieder aus dem Wasser erhebt, um ein paar Meter später wieder hart auf dem Wasser aufzuknallen.
Die Pulau Perhentian sind eine kleine Inselgruppe östlich von Kuala Besut im Südchinesischen Meer, bestehend aus der großen Insel Pulau Besar und der kleinen Insel Pulau Kecil. Unser Guesthouse lag auf der großen Insel und unser Tagesprogramm für die nächsten Tage auf der kleinen Insel. Große Insel sollte man hierbei allerdings nicht zu wörtlich nehmen. Neben unserem Gästehaus gab es in der gleichen Bucht noch drei andere Gästehäuser und einen kleinen Strand. Sonst nichts… keine Straße, keinen Laden, nichts… lediglich ein kleiner Trampelpfad führte durch den Dschungel zur nächsten Bucht, wo dann die nächsten beiden Gästehäuser lagen. Die übliche Wahl der Fortbewegung ist hier daher das Wassertaxi.
Was macht man also den ganzen lieben langen Tag in solch einer Weltreisende-Sightseeing-feindlichen Umgebung? Richtig. Wir waren tauchen! Und zwar bei den Turtle Bay Divers.
Am ersten Tag haben wir erstmal einen Refresher Kurs gemacht, um unsere Kenntnisse etwas aufzufrischen. Schließlich waren wir seit der Tauchschule nicht mehr tauchen. Und am nächsten Tag ging es dann auf zwei Tauchgänge zu den Riffen vor der Insel. Leider war das Wetter etwas bedeckt, denn es ist immer noch Monsunzeit in Malaysia. Daher schienen die Riffe nicht so farbenfroh und etwas erblasst. Fische und Moränen gab es aber einge zu sehen und außerdem haben wir etwas Praxis erlangen können. Bei unserer Tauchmasterin Amanda fühlten wir uns absolut gut aufgehoben und generell ist die Tauchschule auf jeden Fall eine Empfehlung wert.