Unser letzter Stop in Indonesien führte uns in die Hauptstadt des Landes und somit in das zweitgrößte Ballungsgebiet der Welt. Im Großraum Jakarta leben etwa 30 Millionen Menschen und wenn man man nach Jarkarta rein möchte, hat man das Gefühl, dass sie alle auch gleichzeitig Auto fahren. Dass eine Autofahrt von einem Ende der Stand zum anderen Ende gerne mal fünf bis sechs Stunden dauert, ist völlig normal.
Daher haben wir uns entschieden, die Stadt mehr zu Fuß und mit kurzweiliger Unterstützung von Tuk Tuks zu erkunden. Das waren übrigens die ersten Tuk Tuks, die wir in Indonesien gesehen haben…
Der erste Stop unserer Städtetour war die kleine namenlose Moschee an der Bushaltestelle in der Innenstadt… denn es schüttete wie aus Kübeln. Wenn es in Südostasien regnet, dann richtig! Nach gefühlt einer halben Stunde trauten wir uns dann schließlich in den nachlassenden Regen und hinüber zum Monumen National. Das Nationaldenkmal ist ein Symbol für den Unabhängigkeitskampf Indonesiens. Allerdings schienen wir auch hier für einige indonesische Besucher wichtiger zu sein als das Monument.
Nachdem wir dann etwa eine halbe Stunde damit verbracht haben einen Ausgang zu finden… ja, es gibt viele Tore zum Park, aber anscheinend darf man nur zu einem raus… und mit stark drückender Blase… es gab zwar Toiletten im Park, aber bevor man diese betreten darf, muss man die Schuhe ausziehen (lieber platz ich!)… ging es weiter zu der neben dem Monument stehenden Istiqlal-Moschee. Die Moschee ist die größte Moschee Südostasiens und die drittgrößte der Welt (nach Mekka und Medina). Sie bietet Platz für über 200.000 Gläubige zum gleichzeitigen Gebet. Erstaunlicherweise dürfen diese Moschee auch Nicht-Muslime von innen besuchen, sogar Frauen.
Weiter ging es zur Gereja Katedral. Die Katedrale befindet sich fast direkt neben der Moschee und ist das größte Christliche Gotteshaus in Indonesien. Da gerade Gottesdienst war, konnten wir aber nur einen kurzen Blick ins Innere erhaschen.
Anschließend ging es zum Fleamarket in der Il Surabaya. Die Il Surabaya ist eine Straße, in der sich ein kleines Geschäft neben das nächste reiht. Überall wird der unterschiedlichste Trödel verkauft. Von Schallplatten über uralte Bügeleisen und nagelneue Reisekoffer wird hier fast alles verkauft, was man noch irgendwie zu Geld machen kann.
Den etwas unwürdigen Abschluss des Tages machte der Ancol Park. Der Ancol Park ist ein Sammelsurium aus Freizeitpark, Marina, Hotels und Restaurants und sonstigen Gedöns… 24h geöffnet… zumindest der Park an sich, aber nicht die ganzen Sachen, die darin sind (wie wir dann festgestellten mussten, nachdem wir den Eintritt bezahlt haben). Naja, zumindest haben wir dann noch die Gelegenheit genutzt, an der Marina entlang zu schlendern und Jakarta von der Seite zu sehen.