Unser nächster Stop auf der Nordinsel war die kleine, aber dafür gewaltig müffelde Stadt Rotorua. Rotorua ist berühmt für seine Geysire und heiße Quellen und gilt durch diese auch als Kurort.
In der Stadt mit ihren großen Parks sind viele heiße Quellen verteilt, die teilweise zu Fußbädern ausgebaut wurden. So haben Besucher die Möglichkeit hier eine Pause zu machen und ihre Füße in das Wasser zu dippen. Aber auch hier sei Vorsicht geboten… Nach meinem Fußbad meinte eine ältere Dame neben mir, meine Füße erinnern sie an „Lobster“…
Ein weiteres Highlight der Stadt ist das Maori Dorf Whakarewarewa. In dieser kleinen Siedlung, die sowohl von heißen Quellen umgeben ist und teilweise sogar darüber erbaut wurde, lebt noch immer ein Maori Stamm, der sein Dorf zu einer Touristenattraktion gemacht hat. Es gibt Essen zu kaufen, das in den heißen Quellen zubereitet wurde, man kann Gesundheitsbäder in den Quellen nehmen, die vielen Schnitzereien bestaunen, oder bei einer Aufführung der Maori zusehen. Wir haben uns auf die letzten beiden Dinge und auf einen Walk zu den heißen Quellen außerhalb des Dorfs beschränkt.
Die Aufführung war sehr interessant anzusehen. Es wurde unter anderem der bekannte Haka Ka Mate aufgeführte, Lieder gesungen und getanzt. Allerdings erschleicht einem immer das Gefühl, dass sich so ein Stamm vermarkten muss, um so leben zu können wie sie wollen und man ist sich immer nicht so im Klaren, ob die Maori ihre Kultur und Rituale so mitteilen, weil sie es möchten, oder weil sie es müssen.
Auf dem Weg zu unserem Nachtlager sind wir mehr oder minder zufällig noch an Hobbiton vorbeigekommen. Wir dachten ja immer, Hobbits sind kleine knuffige Typen, mit denen mal gesellig ein Bierchen trinken kann. Aber aus dem einst so friendlebenden offenherzigen Volk ist ein kleiner haariger Kommerzhaufen geworden. Bei einem Preis von 79$ für eine auf 2 Stunden begrenzte Tour, ohne die Möglichkeit sich frei umzusehen, sind wir direkt weiter gefahren und haben uns weiter an der Natur erfreut 🙂