Machu Pikachu

Unser nächster Tag begann schon früh morgens im Lima. Um 7:20 Uhr sollte uns ein Flughafenshuttle vor dem Hotel um die Ecke abholen. Um 7:30 Uhr bog der Sprinter dann langsam um die Ecke und lud uns ein. Gemächlich ging es im Berufsverkehr durch Lima noch weitere Passagiere einsammeln und dann schließlich zum Flughafen. Dort endlich angekommen, wurde die Zeit schon langsam knapp und wir rannten mit unserem Gepäck zum Schalter zum Einchecken. Von dort aus hetzten wir weiter durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate.

Gerade als wir dort eintrafen, kam dann pünktlich die Durchsage, dass unser Flug leider etwas verspätete war… „)(§$“§(&§“@$“§(. Umsonst gehetzt. Wir verschnauften also noch kurz und dann startete unser Flug nach Cusco. Dort angekommen trafen wir auf ein anderes deutsches Pärchen, mit dem wir uns ein Taxi in die Stadt teilten. Da es unser Plan war, schon am nächsten Tag Machu Picchu zu besuchen, wollten wir an diesem Tag noch bis nach Aguas Calientes, dem Dorf am Fuße von Machu Picchu, fahren. Wir gingen also zu einem der beiden Zug-Anbieter  in Cusco und fragten nach einer Zugverbindung nach Aguas Calientes. Wie wir schon wussten, fuhr der Zug allerdings nicht direkt von Cusco, sondern von dem 100km entfernten Ollantaytambo ab und dort musste man erst mit dem Bus oder dem Taxi hinfahren.

Uns wurde das Ticket für den Zug um 19 Uhr angeboten, wir aber wollten gerne früher fahren, da es um 19 Uhr bereits dunkel wäre und die Strecke sehr schön sein sollte. Der einzige andere Zug war allerdings der um 15:30 Uhr und es war bereits kurz vor 1 Uhr. (Für die Fahrt nach Ollantaytambo braucht man für gewöhnlich um die 2 Stunden und man muss 30 Minuten vor Abfahrt da sein). Wir entschlossen uns also noch kein Zugticket zu kaufen und rannten zu der Machu Picchu Ticketverkaufsstelle in Cusco.

Ein wenig ungläubig verkaufte uns der Mann am Schalter Tickets für den nächsten Tag, obwohl wir noch keine Zugtickets hatten. Die Tickets stopften wir schnell in die Tasche und dann eilten wir wieder los in Richtung Busbahnhof. Unterwegs feilschten wir noch mit einem Taxifahrer (oder so etwas Ähnlichem) konnten uns aber nicht einig werden. Kurz vor dem Busbahnhof wurden wir dann von einem Colectivo (Taxi, das man sich mit mehreren Gästen teilt) Fahrer angesprochen. Für 15 Sol pro Person würde er uns nach Ollantaytambo fahren (der Bus sollte 10 Sol kosten) es würden nur noch zwei Leute fehlen, bis das Taxi voll ist.

… Long Story Short… nach 5 Minuten nervösem Warten bezahlten wir alle 4 Plätze des Taxis und brausten los…. Mit unserem Privatfahrer düsten wir also aus Cusco hinaus, über unebene Straßen, durch kleine Dörfer bis nach Ollantaytambo. Das Ziel war es, vor 15 Uhr am Ticketschalter des Zuganbieters zu sein…

Um 14:56 Uhr hielten wir im Zentrum des Dorfes und rannten die letzten 100m uum Ticketschalter… und wir hatten Glück. Wir ergatterten zwei der letzten 6 freien Tickets des Zuges… mussten dafür aber einen stolzen Preis zahlen.

Als wir dann endlich in dem bequemen Panorama-Zug saßen, war dies aber alles vergessen. Erschöpft ließen wir uns in den Sitzen nieder und genossen eine Tasse Coca-Tee und Kuchen (Service im Preis inbegiffen :)) und bewunderten die Landschaft.

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Am Abend trafen wir dann leicht erholt in Aguas Calientes ein. Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns noch mal auf den Weg, Bustickets für Machu Picchu am nächsten Tag zu besorgen und abendzuessen. Während wir dann Jenga-spielend auf unser Essen warteten, kamen unzählige verkleidete Kinder durch die Straßen gelaufen, immerzu „Halloween, Halloween“ rufend… ja, es war der Halloween-Abend und entweder Spiderman ist bei den Kids echt beliebt oder das Kostüm war im Angebot.

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Anschließend ging es früh ins Bett, denn am nächsten Tag klingelte schon um 4:30 Uhr der Wecker. Mit einem Lunchpaket von der Unterkunft bestückt, gingen wir los zur Bushaltestelle und was wir dort antrafen, hatte uns doch dezent überrascht. Allem Anschein nach hatten auch hunderte andere Touristen die Idee, den ersten Bus um 5:30 Uhr hinauf zu Machu Picchu zu nehmen…

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Zum Glück waren die Verantwortlichen wohl weniger überrascht und es dauerte nicht allzu lange, bis die Massen nach und nach in Busse verfrachtet worden waren und die Fahrt bergauf zu Machu Picchu begann.

Oben angekommen schlängelten wir uns durch die sich gruppierenden Menschenmassen zum Eingang, registrierten uns schnell und konnten dann sogar noch einen nahezu menschenleeren Anblick auf die sagenumwobene Inkastadt erhaschen.

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Noch heute ist der wahre Grund für die Stadt in den Wolken nicht vollständig geklärt. Außer den ansässigen Quechuas wusste niemand von der Stadt, bis Hiram Bingham 1911 zufällig auf die hunderte Jahre verschollenen Ruinen stieß.

Wir genossen nur einen ersten kurzen Blick, bevor wir weiter bergauf stiegen. Von Machu Picchu aus kann man zwei Gipfel besteigen. Den Wayna Picchu und den Machu Picchu Mountain. Da der Wayna Picchu schon mehrere Wochen im Vorraus ausgebucht war, konnten wir Spontanreisenden nur noch Tickets für den Machu Picchu Mountain ergattern.

Zu früher Morgenstunde begann wir also den Aufstieg zum Machu Picchu Mountain. 600 Höhenmeter geht es bis zum Gipfel bergauf… ausschließlich bestehend aus ungleichmäßigen Steinstufen… klang nicht nur nach Spaß, war es auch… auch am nächsten Tag hatten wir noch das Gefühl brennender Beine…

Der Weg hatte sich dafür aber zum Glück sehr gelohnt. Zwar war die Sicht oft durch Wolken stark beeinträchtigt, doch hatten wir immer zur richtigen Zeit Glück und einen tollen Ausblick auf die Umgebung und auf Machu Picchu.

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Der Weg nach unten gestaltete sich einfacher und die angestrengten Gesichter der Aufsteigenden versüßte uns den Abstieg. Besonders die Frage „Wie weit ist es noch bis oben?“ trieb uns ein Schmunzeln auf die Lippen.

Wieder unten in Machu Picchu angekommen machten wir uns auf den Weg, die Highlights der Inka Stadt zu erkunden…

Zuerst ging es zu einer alten Inka-Brücke, die entlang am Hang über einen schwindelerregend hohen Abgrund führte.

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Zurück auf den gegen die Errosion und für den Ackerbau errichteten Terassen entschlossen wir uns erstmal eine Schokopause zu machen… Dieser Naschversuch blieb allerdings den Lamas auch nicht verborgen. Mit trüffelschweinartigen Reflexen schoss das vierbeinige Wollknäuel die Terassen entlang und herrab und versuchte die Ursprung des Schokogeruchs ausfindig zu machen. Nur mit viel Geschick gelang es mir, das Stückchen Schokolade am Lama vorbei in meinen Mund zu befördern.

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Nachdem das Lama den Schokoladenkampf aufgegeben hatte, gingen wir weiter hinein in die Stadt in den Wolken. Wir besuchten den Sacred Plaza, den Kondor Tempel und den Sonnentempel.

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Besonders beeindruckt sind wir von der Baukunst der Inkas, denn das Besondere an Machu Picchu und der Architektur der Inkas ist, dass sie ohne Mörtel oder Ähnliches gearbeitet haben. In filigraner Handarbeit wurden alle Steine so bearbeitet, dass sie beim Hausbau nahtlos auf die darunterliegenden Steine passen und keine Lücken hinterlassen… und das alles ohne Metallwerkzeuge.

Am Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Aguas Calientes. Dort legten wir noch eine ausgedehnte Shoppingrunde ein und dann ging es zurück mit dem Zug nach Ollantaytambo und von dort aus mit dem Colectivo nach Cusco.

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