What goes around, comes around

Von Tainan, der ehemaligen Hauptstadt aus, ging es für uns direkt zurück nach Taipeh, der aktuellen Hauptstadt. Eigentlich hatten wir geplant noch den einen oder anderen Zwischenstop auf dem Weg einzulegen, zum Beispiel am Sun Moon Lake, aber die horenden Zimmerpreise hielten uns ein wenig davon ab. Dafür war uns das Ziel einfach nicht wichtig genug.

Also entschlossen wir uns nach Taipeh zurück zu fahren und dort noch etwas das Umfeld zu erkunden. Ein bischen Ruhe und Entspannung würde sicher auch nicht schaden. Also ging es von Tainan aus mit dem Zug in einer fünfstündigen Fahrt nach Norden.

In Taipeh bezogen wir dann unser neues AirBnB für die nächsten Tage und schliefen erst mal aus. Dann ging es am nächsten Morgen zu Fuß durch die Stadt, erstmal lecker Frühstücken in einem süßen kleinen Frühstückslokal, das auch ein Treffpunkt für die lokale Schwulenszene ist. Von dort aus liefen wir weiter zur Dihua Street, einer kleinen Straße voller Lädchen, die alles Mögliche verkaufen. Hier konnte man schön entlang schlendern und sich die Zeit vertreiben.

Auf dem Weg dorthin kamen wir durch das linke Szene Viertel der Stadt und durch die Kinostraße, in der sich ein Kino an das nächste reihte.

DSC00319
DSC00321
DSC00324
DSC00325
DSC00326
DSC00331
DSC00333
DSC00336
DSC00337
DSC00338
DSC00342

 

Im Anschluß fuhren wir mit der MRT zum botanischen Garten… in so einem wahren wir ja schon lange nicht mehr 😉 Wie wir vor Ort erfahren haben, scheint dieser Garten wohl eine sehr große Attraktion bei den Fotographie-Amateuren zu sein. Dutzende Touristen mit aberwitzig großen Kameras standen am Rande des beeindruckenden Lotussees und machten ihre Schnappschüsse. Neben dem Lotus hatte der Garten aber sonst nicht so extrem viel Extravagantes zu bieten…

DSC00348
DSC00349
DSC00350
DSC00351
DSC00359
DSC00361
DSC00367

 

Auf dem Weg nach Hause machten wir dann noch kurz Halt bei dem Longshan Temple, der in der Nähe unserer Unterkunft stand. Schon am Morgen hatten wir lautes Geböller gehört und vermutet, dass es von dem Tempel kommen könnte. Als wir dann am Abend dort eintrafen, war ein großes Spektakel im Gange. Dutzende riesige leere Böllerkartons lagen auf der Straße und hunderte Gläubige tummelten sich im Tempel, sangen und beteten gemeinsam und hatten riesige Tische mit Gaben aufgebarrt.

DSC00369
DSC00370
DSC00371
DSC00377

 

Am nächsten Tag haben wir dann einen kleinen Ausflug unternommen. Mit der MRT ging es raus aus Taipeh und nach Beitou. Dieser Vorort ist bekannt für seine heißen Thermalquellen und wäre bei uns wohl so etwas wie ein Kurort. Die Japaner führten zu ihrer Zeit in Japan den Gebrauch der Quellen ein, doch es war ein Deutscher, der die erste Quelle kommerziell eröffnete. Das heiße Wasser aus dem Quellen fließt am Straßenrand in offenen Kanälen durch die Stadt und füllte früher das ein oder andere Becken… Also aufgepasst wo man hintritt beim Straßeüberqueren, sonst hat man ratz fatz Feuerfüße.

In Beitou angekommen gingen wir zuerst zum Beitou Hot Spring Museum. Hier wurde erklärt, wie die heißen Quellen funktionieren und welche kostbaren Mineralien in der Region vorkommen. Leider war vieles nur auf Chinesisch und auch nicht alles zugänglich …. dafür wars wenigstens kostenlos 😀

Achja… Please use the slippers provided… eeeeklig…

DSC00390
DSC00392
DSC00393
DSC00395

 

Danach gings weiter zu der Thermalquelle ansich, genannt das Thermal Valley. Nicht besonders spektakulär, aber groß, heiß und stinkig 🙂

DSC00405
DSC00406
DSC00407

 

Weiter gings direkt zum Puji Temple, einem kleinen lokalen Tempel im japanischen Stil, der 1905 erbaut wurde. Errichtet wurde er zur Huldigung Guanyin und er wird sogar noch teilweise von Nonnen bewohnt.

DSC00409

 

Dann ging es schon wieder zurück zur MRT, denn für den Abend hatten wir uns ein kleines Schmankerl überlegt. Wir fuhren durch bis zur Endhaltestelle und begaben uns auf den Elephant Mountain Trek. Was als kurze Wanderung beschrieben wurde erinnerte eher an Frodos und Samwises Aufstieg zu Kankras Höhle. Hunderte Treppenstufen führten uns Höhenmeter um Höhenmeter den Berg hinauf. Oben wurde man dann aber mit einem wundervollen Blick über die Stadt belohnt. Mit zunehmender Dunkelheit wurden dann auch nach und nach die Lichter der Stadt erleuchtet.

DSC00423
DSC00424
DSC00444
DSC00452
DSC00457
DSC00464
DSC00487
DSC00489

 

… Wir dachten uns, wenn wir schon mal da sind, dann müssen wir auch mal da hinauf… Also im Dunkeln die Treppen wieder hinab und einfach mal hingelaufen zum Taipeh 101. Zu horenden Preisen zwei Tickets für die Aussichtsplattform gekauft, man gönnt sich ja sonst nichts, und dann ab in den 91. Stock … diesmal mit dem Fahrstuhl. Aber nicht irgend einem Fahrstuhl, sondern dem angeblich schnellsten Fahrstuhl der Welt.

Oben erwartet uns dann neben einer tollen Aussicht über die Stadt auf der Aussichtsplattform in 400m Höhe auch einige Informationen über den Bau des Hochhauses und vor allem dem berühmten Schwingungsdämpfer. Eine 660 Tonnen schwere Stahlkugel im 87. Stock.

DSC00492
DSC00499
DSC00505
DSC00509
DSC00513
DSC00521
DSC00523

 

Unseren letzten Tag in Taipeh haben wir dann noch mit Bummeln, Gammeln und Bloggeln verplämpert… nur für euch 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert