Nach einer kurzen, aber sehr schönen Nacht in Bangkok ging es weiter nach Kathmandu. In der Hauptstadt Nepals erwartete uns sofort wieder der Trubel einer asiatischen Großstadt. Lautes Hupen, Menschenmengen, jede Menge Staub und die wahrscheinlich kleinsten Taxis der Welt…
Vom Flughafen gings es zuerst in unsere Unterkunft in Thamel, dem Turistenviertel in Kathmandu. Enge Gassen, viele Menschen und hunderte Outdoor-Läden sind der erste Eindruck den man von dem Stadtviertel aufgedrängt bekommt.
Da unsere Unterkunft sehr zentral liegt geht es dann erst mal zu Fuß los ans Ende von Thamel zum Durbar Square. Jede der drei Königsstädte in Nepal hat einen solchen Durbar Square (Durbar bedeutet Palast). Auf ihm befinden sich neben dem Königspalast einige kleinere Tempel und Statuen. Und auch wenn das Erdbeben von 2015 dort starke Schäden hinterlassen hat, gibt es dort noch immer viel Schönes zu entdecken. Achja, auch der Durbar Square von Kathmandu gehört ebenfalls mal wieder zum UNESCO Weltkulturerbe.
Als wir dann zurück zum Hostel gelaufen sind, kamen uns vor der Tür ganz zufällig Stephan und Julia über den Weg gelaufen (nagut, ein wenig geplant wars schon). Der erste „richtige“ Besuch aus der Heimat war ein Tag vor uns in Kathmandu eingetroffen und wir hatten uns vorgenommen, Nepal gemeinsam etwas unsicher zu machen.
Ohne große Umschweife sind wir also direkt gemeinsam weitergezogen zur Swayambhunath Stupa, welche auch der Monkey Temple genannt wird. Und wie der Zufall so will, sind wir ausnahmsweise auch mal zum Sonnenuntergang an einem Tempel, der besonders schön zum Sonnenuntergang sein soll… Aber auch hier gibt es die schöne Aussicht mal wieder nicht umsonst. Zuerst müssen, wie so häufig, die Stufen hinauf zum Tempel erklommen werden. Sofern man diese Anstregung dann rechtzeitig geschafft hat, wird man aber mit einer schönen Aussicht über die Stadt belohnt und man kann ein paar tolle Fotos von Sonnenuntergang schießen… sofern man sich nicht die Kamera von einem der dutzenden Affen klauen lässt.
Den Abend haben wir dann bei einem gemeinsamen Abend und einer schönen Shisha bei Platzregen ausklingen lassen 🙂
Am nächsten morgen ging es dann gemeinsam weiter. Wir haben uns entschlossen zuerst nach Pokhara zu fahren um dort in der Anapurna Region einen mehrtätigen Trek durch die Berge zu machen. Also haben wir uns Tickets für unser Lieblingsverkehrsmittel, den Bus, besorgt und sind los. Wie immer darf man natürlich bis halb 6 Uhr ausschlafen, denn die Busse fahren ja zu humanen Zeiten. Für die Strecke von etwa 140 km haben wir dann auch nur knappe 7 Stunden gebraucht… die Beine haben zumindest bei 50% unserer Reisegruppe auch hinter die Vordersitze gepasst. Über Serpentinen und Holperstraßen ging es also gemächlich und gut durchgeschüttelt nach Pokhara.
Um sich nach der langen Busfahrt noch etwas die Beine zu vertreten, haben wir, nachdem wir das Gepäck im Hotel abgegeben haben, noch etwas die Stadt erkundet. Neben der schönen Touristenmeile am See haben wir auch den Taal Barahi Mandir besichtigt, den Tempel im See (Phewa Lake). Um zu dem Tempel zu gelangen muss man sich von einem kleinen Boot übersetzen lassen. An der Bootsanlegestelle sind wir dann auf eine kleine Zusammenkunft von einer indisch-hinduistischen Reisegruppe gestoßen, die gerade ihre abendliche Huldigungszeremonie abgehalten und gefeiert hat.
Um noch ein bisschen Verschnaufpause zu haben und uns zu aklimatisieren, haben wir uns dazu entschieden noch nicht gleich am nächsten Tag los zu trekken, sondern am Tag darauf. Also haben wir den nächsten Tag dazu genutzt eine Bergtour herauszufinden, die wir wandern wollen und einen dazu passenden Guide. Den Rest des Tages verbrachten wir damit uns schon mal etwas warm zu laufen und die World Peace Pagoda zu besichtigen. Dazu ging es zu Fuß einmal um den halben See herum und dann etwa 200 Höhenmeter den Berg hinauf. Der schöne Weg führte uns erst in der Stadt am Ufer entlang, ging dann durch angrenzende Dörfer und Felder und anschließen durch den Wald den Berg hinauf. Zurück nach Pokhara ging es nach dem Abstieg ganz faul mit dem Boot über den See.