Kuching – The Cat City

Unser nächster Stop führte uns in den malaysischen Teil der Insel Borneo, nach Kuching. Wenn man durch die Straßen der Hauptstadt von Sarawag streift kommt man nicht umher die unzähligen Katzenbilder und Katzenstatuen zu erblicken… leicht verstöhrend. Wenn man nach ein paar Tagen dann erzählt bekommt, dass Kutching auf Deutsch „Katze“ bedeutet, dann ergibt auf einmal alles einen Sinn.

Einst gab es in dieser Stadt einen großen Markt, an dem Gemüse, Fleisch und sonstige Utensilien verkauft wurden. Dieser Markt wurde aber leider von unendlich vielen Ratten terrorisiert. Um dieser Rattenplage Herr zu werden entschloss man sich dann Katzen anzusiedeln, die die Ratten jagen und verscheuchen sollten. Daher kommt der heutige Name Kutching und die Identifikation mit Katzen.

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Als wir spät abends am Flughafen in Kuching ankamen und uns das Uber Taxi zum Hotel bringen wollte wurde unser Weg dorthin erst von Feuerwerk begleitet und dann gänzlich versperrt. Wir hatten das Glück spontan auf einen chinesischen Festtagsumzug zu stoßen. Festwagen reihten sich aneinander, als Drachen verkleidete Menschen tanzten umher und boten ihre Shows da. Begleitet wurde das ganze von chinesischer Musik und unzähligen bunten Lichtern.

Kuching hat damit sofort Platz 1 in der Liste der würdigen Empfänge für uns erklommen.

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Unsere Sightseeing Tour startete mit dem Semenggoh Wildlife Centre. Das Zentrum ist ein riesiges Dschungelareal in denen viele Orang Utans aufgezogen und ausgewildert werden. Die Orang Utans werden hier nicht gefangen gehalten, sondern können sich frei bewegen. Man braucht also etwas Glück, um überhaupt welche zu sehen. Die Chancen steigen allerdings deutlich, wenn man sich zu den Fütterungszeiten im Park befindet. So eine leckere Banane lockt dann meistens doch den ein oder anderen Baumschwinger zum Futterplatz.

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Das nächste Highlight, das wir von Kuching aus besucht haben, war das Annah Rais Longhouse. Dies ist ein kleines Dorf, in dem der Stamm der Bidayuh lebt. Die Hütten in diesem Dorf sind alle Langhäuser, das heißt, dass die Hütten keine Innenwände haben. Die 500 in dem Dorf lebenden Menschen sind alle miteinander verwand, Hochzeiten sind aber nur mit Menschen außerhalb des Dorfes erlaubt. Die Hütten sind alle auf Stelzen gebaut und man läuft die ganze Zeit über Bambusböden etwa 3m über dem Grund. Unter den Hütten haben früher Schweine und Hühner gelebt, von denen sich die Einwohner ernährt haben. Noch heute arbeiten die meisten Einwohner bis ins sehr hohe Alter auf den Feldern im nächsten Tal. Den Weg dorthin legen sie zu Fuß zurück und für eine Strecke benötigen sie etwa zwei Stunden. Bis zur Christianisierung waren die Menschen hier ein Stamm von „Headhuntern“. Junge Männer zogen aus und haben Köpfe erbeutet und diese im Stammeshaus zur Schau gestellt. Eine Haarsträhne des Opfer schnitten sie ab und trugen sie als Bündel am Gürtel. So konnte jeder gleich sehen, wie viele Köpfe ein Mann erbeutet hatte. Noch heute gibt es dort einige echte Schädel zu betrachten.

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Danach ging es dann etwas friedvoller weiter: in die Fairy Cave… klingt auch gleich viel netter.  Die Fairy Cave ist eine natürliche Gesteinshöhle deren Eingang sich 30m überhalb des Bodens befindet. Stalaktiten und Stalakmiten säumen den Weg in der Höhle und von innen eröffnet sich ein fantastischer Blick in die Natur von Borneo.

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Unser nächster Tagestrip führte uns in den Bako National Park. Eigentlich wollten wir den Bus um 10 Uhr nehmen, aber hey, wer wird denn da so kleinlich sein. Kurz nach 11 gings dann los in Richtung Norden. An der Bushaltestelle angekommen ging es dann mit dem Boot weiter den Fluß hinauf zum Südchinesischen Meer. Dort an der Bucht erstreckt sich die 27km² große Halbinsel mit Nationalpark. Forscher gehen davon aus, dass es hier mehr als 200 Vogelarten, mehr als 24 Reptilienarten und mehr als 37 Arten von Säugetieren gibt. Das Highlight der Tierwelt im Nationalpark ist der seltene Nasenaffe. Und auch hier hatten wir wieder Glück und konnten die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten.

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