Galapagos – San Cristobal

Mit dem Taxi starteten wir unseren Weg zum nächsten Highlight. Wir fuhren zum Flughafen von Quito und flogen von dort aus, nachdem wir 10$ Gebühr p. P. berappt hatten und den zusätzlichen Gepäckcheck über uns ergehen ließen, über Guayaquill nach San Cristobal, genauer gesagt nach Puerto Baquenzo Moreno. Dort angekommen, durften wir dann nochmal 100$ Nationalparkgebühr p. P. bezahlen und dann waren wir endlich angekommen auf Galapagos.

Leider hatten wir das gute Wetter in Quito zurück gelassen und so liefen wir vom Flughafen aus bei leichtem Nieselregen zu unserer Unterkunft, die nur 1,5km entfernt war. Puerto Baquenzo Moreno ist nicht wirklich eine große Stadt und direkt am Flughafen, aber über den Fluglärm wird sich wohl kaum jemand beschweren, so wenige Flugzeuge wie hier her fliegen. Außerdem ist sie die Hauptstadt der Region Galapagos und die einzige Stadt der Insel.

Von dem semi guten Wetter ließen wir uns nicht abschrecken und so starteten wir dann gleiche eine kleine Erkundungstour über die Insel. Nicht weit von unserer Unterkunft entfernt lag der Malecon, der Strand, direkt neben dem Hafen. Der Strand war an dieser Stelle allerdings nicht zugänglich, denn er war für die Seelöwen und ihre Jungen reserviert, die wohl vor erst kurzer Zeit geboren wurden. Zu den Seelöwen gesellten sich dann noch der ein oder andere Pelikan und kleines Krabbelgetier.

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Es fiel schwer sich loszueisen, aber noch einer längeren Zeit liefen wir weiter und stießen irgendwann auf das Centro de Interpretacion. In diesem kleinen Zentrum/Museum bekommt der Besucher einiges über die Lebensweise auf den Inseln, deren Ökonomie und Flora und Fauna beigebracht. Alles in allem ganz nett gemacht, aber nicht wirklich ein Highlight.

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Für den nächsten Tag hatten wir aber etwas mehr Tiere geplant und deshalb mieteten wir uns ein Taxi, um eine Tour über die Insel zu machen. Der erste Stopp war das Galapaguero Cerro Colorado, eine Aufzuchtstation für die endemischen Riesenschildkröten der Insel. Wie wir lernten, hat jede Insel ihre eigene Gattung der Riesenschildkröte, die sich klar in Größe und Panzerform unterscheiden. Da die Riesenschildkröten überall bedroht sind, werden hier in der Aufzuchstation viele der Schildkröten geboren und aufgezogen, bis sie etwa 5 Jahre alt sind und ihr Panzer hart genug ist, um von Ratten, Hunden und Katzen nicht geknackt werden zu können. Erstmal in die Freiheit entlassen, hat die Schildkröte dann keine natürlichen Feinde mehr.

Das große Gebiet der Station gefiehl uns sehr gut und dank einer netten und motivierten Führerin konnten wir noch einiges lernen.

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Weiter ging es dann mit dem Taxi nach Puerto Chino, einem Strand, an dem es Echsen und diverse Vogelarten geben sollte. Als wir auf den Strand stießen, fanden wir einen tollen weißen Sandstrand, umgeben von schwarzen Lavagestein. Von den Echsen und Vögeln fehlte aber leider jede Spur. Nur ein paar Seelöwen lungerten lustlos am Strand herum. Als wir dann auf einen der Lavafelsen stiegen waren wir zum ersten Mal so richtig erstaunt und sprachlos. Von oben konnte man unzählige riesige Wasserschildkröten direkt vor dem Strand im Wasser schwimmen sehen. Wenn wir unsere Badesachen dabei gehabt hätten… und das Wasser gefühlte 10°C wärmer gewesen wäre… hätten wir direkt mit den Schildkröten kuscheln können.

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Nachdem wir dann vom Taxi in der Stadt abgesetzt worden sind, gingen wir noch mal zu Fuß los nach La Loberia, wieder ein Strand, an dem es Echsen geben sollte. Aber auch hier hatten wir kein Echsenglück, sondern wurden wieder nur von unzähligen Seelöwen verwundert betrachtet.

Wir gingen also unverichteter Dinge zurück zum Hostel, kochten uns ein leckeres Abendessen und genossen den ruhigen Abend.

Am nächsten Morgen mussten wir ganz früh aufstehen, denn wir wollten mit dem Speedboot nach Santa Cruz übersetzen. Das Boot fährt nur zwei Mal täglich, 7 Uhr und 15 Uhr und wir entschieden uns für die frühere Variante. Praktischerweise muss man auch noch 30 Minuten vor Abfahrt am Steg sein, um noch mal sein Gepäck überprüfen zu lassen.

Als wir kurz vor halb 7 Uhr am Steg ankamen, war noch alles dunkel und niemand war zu sehen… In meinen Augen war es definitv der falsche Zeitpunkt, um zu merken, dass sich alle unsere Uhren nicht von ecuadorianischer Festlandszeit auf Galapagoszeit umgestellt hatten… in Wirklichkeit war es also erst halb 6 Uhr… Während der Stunde, die wir also wartend am Pier verbringen mussten, wurden wir wenigstens mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt.

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