Nachdem wir nachmittags zurück in Hobart angekommen waren, haben wir uns auf den Weg gemacht unsere neue Begleiterin am Flughafen abzuholen, um mit ihr zusammen den Weg in den Norden Tasmaniens in Angriff zu nehmen. Agathe:
Da der eigentliche Plan war an die Nordost-Küste zu fahren haben wir uns erst mal eine Unterkunft in Zentraltasmanien gesucht, um dann am nächsten Tag Richtung Osten zu starten. In Ross gab es neben unserer Unterkunft die dritt älteste Steinbrücke Australiens zu bewundern… naja, oder zumindest zu sehen.
Nachdem der Abend noch etwas verregnet war und wir eine nette Email von Jenny und David erhalten haben, mit dem Hinweis, dass es an der Ostküste schlechtes Wetter geben soll, haben wir uns umentschieden und sind vor dem Wetter in Richtung Cradle Mountains National Park gefahren. Mit ein paar Zwischenstops, einer Übernachtung in Launcesteon und zwei schönen Tracks zwischendurch sind wir dann am Abend dort angekommen und haben uns direkt Tickets für den Nationalpark für den nächsten Tag gekauft, um in aller Früh dort loszuwandern.
Immer wieder wurde uns gesagt, wenn ihr Wombats und Tasmanische Teufel sehen wollt, geht in den Cradle Mountain National Park… Mit diesen Worten in den Ohren brachen wir am nächsten Morgen um 8 Uhr früh auf zu unserem 7-8h Daytrip durch den Nationalpark, der uns vorbei am Wombat Pool zur Spitze des Cradle Mountains führen sollte. Ja, Wombat Pool, ihr habt richtig gehört. Guter Dinge zogen wir im leeren Park los in Richtung des Pools. Das Wetter hatte sich zu unserem Glück dramatisch verbessert und war wieder ein wundervoller Sonnentag.
So wanderten wir mehre Stunden der Spitze des Cradle Mountains entgegen, aber trotz unserer selbstgedichteten Wombat-Locklieder konnten wir keines der erhofften Tiere erblicken. Davon ließen wir uns aber nicht die Laune vermiesen und wir schritten frohen Mutes der Spitze des Cradle Mountains entgegen. Der Mut verließ uns dann allerdings kurze Zeit später etwas als wir das Ende des Anstiegs erblickten. Denn um auf den Gipfel des Cradle Mountains zu kommen muss man sehr weite Passagen erkraxeln, ja, teilweise schon erklettern. In unseren Gefilden wäre das eine oder andere sicher schon ein Klettersteig gewesen, oder hätte zumindest Stahlseile als Hilfe gehabt. Und dann waren wir endlich oben… dachten wir zumindest, denn vor uns lag das Valley of Disappointment… Wenn man denkt, man ist ganz oben, dann muss man erst wieder ein kleines Stück runter klettern und dann auf der anderen Seite wieder ein Stück rauf.
Aber, die Arbeit hat sich gelohnt, und für den Aufstieg wurde man mit einem grandiosen Ausblick belohnt.
Beim Abstieg sind wir dann regelrecht auf Menschenmengen gestoßen, und wir waren froh, dass wir so früh aufgebrochen waren um den Großteil noch in Ruhe genießen zu können. Der Rückweg zum Auto führte uns dann durch viel unterschiedliches Gelände. Über die großen Ebenen auf den Bergen ging es durch den Urwald hindurch herunter zum Seeufer und dort entlang zum Auto.
Der Tag im Nationalpark war wundervoll, aber leider konnten wir noch immer keine Wombats oder Tasmanischen Teufel sehen…

Moin Ihr Lieben, könnt Ihr vielleicht für mich auch ein paar Eisenbahnbilder machen. Viele Grüße Jens
Hallo Jens,
wir versuchen unser Bestens, aber sowohl Australien, als auch Neuseeland, scheinen nicht die Eisenbahnländer zu sein. Auf Bahngleise, oder geschweige denn Bahnhöfe stößt man hier äußerst selten. Die Lastwagen dagegen scheinen sich besonders in Australein am amerikanischen Vorbild zu orientieren. Dort fahren, wie in den USA riesige Trucks mit zwei Anhängern durch die Gegend. Und da es in Australien wohl keine gesonderte Geschwindigkeitsregelung für LKWs zu geben scheint, kommt es schon auch häufiger vor, dass so ein Ungetüm mit 120 Sachen an dir vorbei geschossen kommt.
Wir werden aber unser möglichstes tun und nach Eisenbahnen ausschau halten.
Liebe Grüße
Tobi