Und es geht noch weiter hoch

Nach unserer erfolglosen Buchsuche (man kann es nicht oft genug erwähnen) fuhren wir mit dem Bus in das ca. 2-3 Stunden entfernte Latacunga. Die Panamerikana bildet an diesem Straßenabschnitt die Straße der Vulkane, denn sieht führt auf einer Länge von 150km an unzähligen großen und kleinen Vulkanen vorbei. Die größten beiden von ihnen und damit die höchsten Berge Ecuadors sind der Chimborazo (6268m) und der Cotopaxi (5897m).

Latacunga selbst liegt unweit des Cotopaxi und sollte für uns die Ausgagsbasis für die nächsten zwei Tage darstellen.

Früh am nächsten Morgen starteten wir zu unserer ersten Tour. Mit dem Bus ging es eine Stunde durch schöne Andenlandschaften und kleine verschlafene indigene Dörfer zur Laguna de Quilotoa. Der Quilotoa ist der westlichste Vulkan an der Straße der Vulkane und ca. 1280 zum letzten Mal ausgebrochen. Heute befindet sich in dem Krater die Laguna de Quilotoa. Einer Legende nach hat die Lagune keine Grund… Wikipedia nach kommt der Grund nach 250m… wir haben es nicht getestet.

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Wir waren mit der Motivation gekommen, die Lagune zu betrachten und mit schöner Aussicht zu spazieren… die schöne Aussicht hatten wir, aber aus dem Spaziergang wurde eine knallharte Wanderung auf dem Grad des Kraters einmal um die Lagune herum. Die Wanderung führte uns bis auf 3914m Höhe und der konstant stark blasende Wind wehte uns das ein oder andere Mal fast vom Gipfel. Wir waren echt sehr froh und dankbar unsere Daunenwesten und Mützen dabei zu haben… und ausnahmsweise mal die Flip-Flops und kurze Hosen gegen Turnschuhe und lange Hosen getauscht zu haben.

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Bevor wir mit dem Bus zurück nach Latacunga konnten, mussten wir noch eine Zeit auf den Bus warten, bevor wir dann wieder mit einer schönen Aussicht auf der Heimfahrt belohnt wurden.

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Mit schmerzenden Beinen kamen wir an der Unterkunft an und wir nahmen uns fest vor, am nächsten Tag nur eine kleine Tour zu machen und uns den Cotopaxi mal aus der Nähe anzusehen.

Es ging also am nächsten Tag wieder früh morgens mit dem Bus los und nach einer Stunde Fahrt erreichten wir die Haltestelle des Nationalparks. Von hier aus, so wussten wir schon aus unserer Recherche, muss man sich ein Taxi nehmen um in den Nationalpark und zum Cotopaxi zu kommen. Wir hatten mal wieder Glück und trafen ein nettes tschechisches Pärchen, mit dem wir uns das Taxi teilten und die Tour starteten.

Wir fuhren eine längere Zeit durch den Nationalpark und schließlich ziemlich steil den Fuß des Cotopaxi hinauf. Bei 4600m Höhe wurden wir aus dem Taxi geworfen und die letzten knapp 300 Höhenmeter mussten wir zu Fuß weiterlaufen zum Refugio Cotopaxi. Eisig pfiff uns der Wind entgegen und dank der Erfahrungen des Vortags hatten wir diesmal extra unsere Daunenjacken mitgebracht.

Stark schnaufend schleppten wir uns den steilen Schotterhang hinauf. Die dünne Luft und die Tatsache, dass man bei jedem Schritt vorwärts zwei Schritte wieder runterrutschte, verlangte uns einiges an Willenskraft ab… und der Wunsch nach einem Sauerstoffzelt wuchs.

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Als wir am Refugio ankamen, hatte sich aber die Mühe mehr als gelohnt und die Anstrengung war schnell vergessen. Von hier oben hatte man eine wirklich tolle Aussicht auf die ecuadorianischen Anden… doch was hörten wir da… vom Refugio aus sind es nurnoch knapp 150 Höhenmeter bis zur Grenze des Gletschers… Verdammt… Soviel zu unserem ruhigen Tag. Uns packte natürlich der Ergeiz und wir stiegen noch weiter hoch. Auf knapp über 5000m Höhe erreichten wir dann die Grenze des Eises… und erreichten unseren neuen Höhenrekord!

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Auf dem Weg nach unten gönnten wir uns zusammen mit dem tschechischen Pärchen eine heiße Belohnungsschokolade und dann ging es wieder mit dem Taxi zum nächsten Highlight des Nationalparks, der Laguna Limpiopongo. Nagut, im Vergleich zum Cotopaxi und der Laguna de Quilotoa nicht wirklich ein Highlight, aber wir ließen es uns trotzdem nicht nehmen, die Lagune zu umrunden… die Beine taten ja eh schon weh…

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Danach ging es dann erschöpft mit dem Taxi zurück zur Panamerikana, auf der wir in den nächsten bus nach Latacunga einstiegen. Dort wurde dann schnell unser Gepäck in der Unterkunft abgeholt und wir fuhren noch am gleichen Tag nach Quito zurück.

 

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